Verdachtsdiagnose Spirozerkose: parasitär bedingte ösophageale Umfangsvermehrung bei einem Magyar Vizsla

(01.09.2011) S. SHIBLY, A. MERGL, A. URL, M. GUMPENBERGER, M. LÖWENSTEIN und R.A. HIRT; Wien. Tierärztl. Mschr. - Vet. Med. Austria 98 (2011), 220 - 225

Eine einjährige, weibliche, intakte Magyar Vizsla Hündin wurde wegen Apathie, erhöhter innerer Körpertemperatur und Regurgitierens an der Veterinärmedizinischen Universität Wien vorgestellt.

Das Tier war als Welpe aus Ungarn nach Österreich importiert worden und hatte das Land seither nicht verlassen. Bei der im Zuge der diagnostischen Aufarbeitung durchgeführten Endoskopie waren am Übergang vom mittleren zum distalen Ösophagusdrittel mehrere wandständige Raumforderungen darstellbar, welche das Lumen ca. zur Hälfte einengten.

Die histologische Untersuchung von Bioptaten der Umfangsvermehrungen ergab eine ausgeprägte pyogranulomatöse Entzündung mit eingelagerten parasitären Objekten. Die Evaluierung der Untersuchungsergebnisse führte zur Arbeitsdiagnose einer Spirozerkose.

Die daraufhin initiierte Behandlung mit Doramectin wurde von der Hündin ohne jegliche Nebenwirkungen toleriert, und eine klinische Besserung der Symptomatik konnte nach wenigen Wochen festgestellt werden.

Bei der Kontrolluntersuchung 8 Monate nach Erstvorstellung präsentierte sich das Tier völlig beschwerdefrei, und die Ösophagusläsionen waren vollkommen abgeheilt.

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