Südkorea wird ab Sommer 2013 keinen Walfang mehr betreiben

(08.12.2012) Greenpeace zeigt sich hocherfreut darüber, dass die Regierung von Südkorea seine Pläne, mit dem “wissenschaftlichen Walfang” ab Sommer 2013 zu beginnen, nun offiziell fallen gelassen hat.

“Dies ist ein Riesenerfolg für den weltweiten Schutz von Walen“, freut sich Antje Helms, Meeresexpertin bei Greenpeace. In den letzten vier Wochen folgten über 104.000 Menschen dem Aufruf von Greenpeace und schickten ein Protestschreiben an den südkoreanischen Premierminister Kim Hwang-Sik.

„Der Protest vieler Menschen in Südkorea und in der ganzen Welt hat es geschafft den Walfang zu stoppen bevor er begonnen hat“, so Helms weiter. „Die Entscheidung Südkoreas gegen den Walfang ist ein weiteres Indiz dafür, dass Walfang nach dem Vorbild Japans in unseren Meeren keinerlei Berechtigung mehr hat.“

Nach den Regeln der Internationalen Walfangkommission (IWC) hätte Südkorea die Pläne für sein "wissenschaftliches Walfangprogramm" formell bis zum gestrigen 3. Dezember bei dem internationalen Gremium anzeigen müssen.

Die IWC hat gegenüber Greenpeace offiziell bestätigt, dass dies nicht geschehen ist. Auch Regierungsstellen in Südkorea haben Greenpeace-Vertretern bestätigt, dass die Entscheidung gegen den Walfang vor einigen Tagen getroffen wurde.

Auf dem Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juli 2012 hatte Korea überraschend angekündigt, ab Sommer 2013 Zwergwale zu „Forschungszwecken" töten zu wollen. Ein weltweiter Sturm der Entrüstung brach los, auch Greenpeace kritisierte Koreas Ankündigung als „kommerziellen Walfang unter dem Deckmantel der Forschung“ schon damals.

Die Regeln der Internationalen Walfangkommission (IWC) zum seit 1986 gültigen Verbot des kommerziellen Walfangs sehen vor, dass jedes IWC-Mitgliedsland selbständig eine wissenschaftliche Walfangquote festlegen kann. Dieses verheerende Schlupfloch im internationalen Walfang-Moratorium wird derzeit von Japan ausgenutzt, um im Südpolarmeer Wale zu töten.



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