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Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Allgemein

3R-Initative: Weniger Tierversuche und höhere Datenqualität in der Biomedizin

Tierversuche ersetzen, reduzieren und notwendige Experimente verbessern! Alternativen zu Tierversuchen, die im Land erforscht werden, reichen von Organ-on-a-Chip-Modellen über Computersimulationen bis zu Pflanzenmodellen als „Grüne Gefäße“.

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Das Wissenschaftsministerium unterstützt gemeinsam mit den beteiligten Hochschulen seit 2020 den Aufbau eines 3R-Netzwerks mit insgesamt bis zur 6,9 Millionen Euro – mit Zentren in Tübingen, Konstanz, Stuttgart und im Raum Rhein-Neckar (Mannheim/Heidelberg).

Tierversuche ersetzen, reduzieren und notwendige Experimente verbessern – diese Ziele verfolgt die 3R-Initiative Baden-Württemberg (3R steht für „Replacement“, „Reduction“ und „Refinement“). Alternativen zu Tierversuchen, die im Land erforscht werden, reichen von Organ-on-a-Chip-Modellen über Computersimulationen bis zu Pflanzenmodellen als „Grüne Gefäße“.

Das Wissenschaftsministerium unterstützt gemeinsam mit den beteiligten Hochschulen seit 2020 den Aufbau eines 3R-Netzwerks mit insgesamt bis zur 6,9 Millionen Euro – mit Zentren in Tübingen, Konstanz, Stuttgart und im Raum Rhein-Neckar (Mannheim/Heidelberg).

Anlässlich ihres Besuches kündigte Ministerin Olschowski an, dass das Land die Zentren in Mannheim und Stuttgart ab 2025 – ein erstes Ergebnis einer 2023 durchgeführten Zwischenevaluation der 3R-Initiative – verstetigen wird.

„Das 3R-Netzwerk leistet einen zentralen Beitrag dazu, den Tierschutz in Forschung und Lehre zu verbessern“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski am Dienstag (26. März) beim Besuch der 3R-Zentren in Stuttgart und Mannheim. 

„Mehr Tierschutz und bessere Forschung sind keine Gegensätze – ganz im Gegenteil: Die Aktivitäten des 3R-Netzwerks zeigen, dass beides zusammengehört“, so die Ministerin.

Besondere Verantwortung beim Tierschutz

Baden-Württemberg kommt als Standort mit einer hohen Dichte an biomedizinischen Forschungseinrichtungen und pharmazeutisch-chemischer Industrie eine besondere Verantwortung hinsichtlich des Tierschutzes von Versuchstieren zu.

Das Wissenschaftsministerium hat daher eine nachhaltig angelegte Strategie entwickelt, um das 3R-Prinzip noch besser in der baden-württembergischen Forschungslandschaft zu verankern und damit sowohl die Qualität der biomedizinischen Forschung – eine der spezifischen Stärken des Landes – als auch den Tierschutz in Forschung und Lehre voranzubringen.

Grundgedanke des 3R-Netzwerkes BW: Neue wie bereits vorhandene und oft komplementär ausgerichtete Aktivitäten im Bereich „Alternative Methoden zum Tierversuch“ an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg werden gestärkt sowie vernetzt und damit nach innen wie außen sichtbarer gemacht.

Mit dem Aufbau eines flächen­deckenden 3R-Netzwerks wählt Baden-Württemberg einen neuen, langfristigen Ansatz. 

„Mit unserem 3R-Netzwerk Ba-den-Württemberg wollen wir aktiv dazu beitragen, die Entwicklung und Anwendung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch voranzubringen und die notwendigen Tierversuche in der baden-württembergischen Forschung zu verbessern und den bestmöglichen Schutz von Versuchstieren sicherzustellen“, so Ministerin Olschowski abschließend.

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