Aktuelle Studie belegt positive Wirkung von Spirulina platensis als Futterzusatz bei Pferden

(30.09.2009) Eine aktuelle Studie der IGV (Institut für Getreideverarbeitung) GmbH belegt die positiven Wirkungen der Mikroalge Spirulina platensis bei Pferden.

Bereits im Jahr 2007 begann ein Team von Wissenschaftlern und Pferdezüchtern um Prof. Dr. Dr. Otto Pulz (IGV GmbH) mit der Zufütterung der Mikroalge Spirulina platensis. Täglich wurden aus Burma stammende Algen in Form von Chips einer Testgruppe von zehn Fohlen sowie zehn tragenden und laktierenden Stuten verabreicht.

Bereits nach einigen Monaten konnten die Wissenschaftler deutliche Effekte bei der Testgruppe feststellen:

- das Rosseverhalten der getesteten Stuten hatte  sich verbessert
- der Haarwechsel wurde unterstützt und der Fellglanz verstärkt
- der allgemeine Gesundheitszustand war stabiler geworden und die
- Vitalität gestiegen Über diese Untersuchung hinaus wurden in den letzten Jahren weitere Studien mit anderen Tieren durchgeführt, darunter Hühner und Kaninchen.

Die Ergebnisse waren ähnlich und brachten in allen Fällen positive Effekte für die Gesundheit der Tiere zutage.

Der Mikroalge Spirulina platensis werden zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte nachgesagt. So kann sich der hohe - und damit basische - pH-Wert der Alge sehr günstig auf den Säure-Basen-Haushalt von Pferden auswirken. Denn diese leiden durch Stress und moderne Ernährung häufig an Übersäuerung, was besonders der Magen-Darm-Flora Probleme verursacht. Spirulina platensis stellt das pH-Gleichgewicht des Körpers wieder her.

Darüber hinaus wird einem Polysaccharid aus Spirulina platensis - dem sogenannten Spirulan - besondere Bedeutung zugeschrieben. Zu dessen Wirkungen haben das französische "Institut de Phytonutrition" und die "IGV GmbH" mittlerweile 16 internationale Studien verzeichnet, die folgende Effekte nachgewiesen haben:

- antiviral (z.B. gegen Herpes und HIV)
- antitumoral
- blutgerinnungshemmend (anticoagulant)
- herzschützend (angioprotektiv)

Die IGV GmbH hat in Spirulina platensis aus Myanmar in Burma bis zu einem Drittel mehr Kohlenhydrate bzw. Polysaccharide gemessen als in Algen anderer untersuchter Herkunftsquellen.

 


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