Campylobacter verbreitet sich auch über Eierschalen

(11.05.2018) Eier sind ein beliebtes Lebensmittel. Fast 20 Milliarden haben die Deutschen 2016 konsumiert, das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 235 Eiern.

Verständlich, dass der Fund von Chemikalien in Eiern wie zuletzt der des Insektenvernichtungsmittels Fipronil Aufsehen und Empörung hervorrufen. Eher weniger bekannt ist dagegen, dass sich auch der häufigste bakterielle Erreger einer Lebensmittelinfektion auf Hühnereiern findet.

BfR Die Rede ist von Campylobacter-Bakterien. Sie rufen eine mit Bauchschmerzen, Fieber und - mitunter blutigem - Durchfall einhergehende Darmentzündung (Enteritis) hervor.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nun den Wissensstand zum Vorkommen von Campylobacter auf Hühnereiern ermittelt - und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Link zur Stellungnahme: Hygiene fürs Hühnerei - Schutz vor Campylobacter

Jedes Jahr werden dem Robert-Koch-Institut ungefähr 70 000 Fälle von Campylobacter-Enteritis gemeldet, Tendenz leicht steigend.

Zudem gibt es eine erhebliche Dunkelziffer. In der Regel stammen die krank machenden Bakterien von Hühnern, in deren Darm sie leben und denen sie nichts anhaben können.

Häufig werden diese Bakterien über nicht ausreichend durchgegartes Hühnerfleisch auf den Menschen übertragen.

Das Infektionsrisiko durch Hühnereier wird deutlich geringer eingeschätzt, doch kann man sich über bakterienhaltigen Kot, der am Ei haftet, anstecken. Deshalb sollten Lebensmittelunternehmer die Verunreinigung von Hühnereiern mit Hühnerkot bei der Produktion und dem Verpacken durch Hygienemaßnahmen reduzieren.


Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Salmonellen sind bekannter als Campylobacter

BfR veröffentlicht fünften Verbrauchermonitor zur Wahrnehmung gesundheitlicher Risiken
Weiterlesen

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Sommerzeit ist Keimzeit: Hochsaison für Salmonellen und Campylobacter

Wissenschaftliche Studie belegt den Zusammenhang zwischen steigender Umgebungstemperatur und dem Vorkommen bakterieller Infektionen
Weiterlesen

TiHo

Grillsaison: Studie weist Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Magen-Darm-Erkrankungen nach.

Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen, nehmen auch Magen-Darm-Infektionen zu – ein Zusammenhang, der für Deutschland bislang nicht wissenschaftlich belegt war
Weiterlesen

EFSA

Zahl der Campylobacter- und Listeria-Infektionen in der EU steigt weiter

Die Zahl der Fälle von Listeriose und Campylobacteriose beim Menschen nahm im Jahr 2014 erneut zu, womit sich die seit 2008 beobachtete steigende Tendenz fortsetzte
Weiterlesen

BfR

BfR aktualisiert Merkblatt zum Schutz vor lebensmittelbedingten Infektionen mit Campylobacter-Bakterien

Fleisch-Fondue oder Pfännchen-Essen mit gleichzeitiger Zubereitung von rohem Fleisch, frischem Gemüse und verschiedenen Saucen sind in der kalten Jahreszeit beliebt
Weiterlesen

Bericht zum Zoonosen-Monitoring 2013

Bericht zum Zoonosen-Monitoring 2013: Verbesserungen bei der Geflügelschlachthygiene erforderlich

Die Ergebnisse des repräsentativen Zoonosen-Monitorings 2013 zeigen, dass bei der Verringerung von Campylobacter-Bakterien bei Masthähnchen und in frischem Hähnchenfleisch in den letzten fünf Jahren keine Fortschritte erzielt wurden
Weiterlesen

EFSA

Salmonella und Campylobacter zeigen fortschreitende  Resistenz gegenüber gängigen Antibiotika

Für die Behandlung einiger der häufigsten lebensmittelbedingten Infektionen stehen zunehmend weniger Optionen zur Verfügung aufgrund der fortschreitenden Resistenz von Bakterienarten (so genannter „Isolate“) gegenüber antimikrobiellen Wirkstoffen
Weiterlesen

Swiss TPH

Campylobacter ist der häufigste Grund für Lebensmittelinfektionen

Fleischfondue mit Poulet gehört im Winter zu den Hauptrisikofaktoren einer Campylobacter-Infektion in der Schweiz. Das zeigt eine neue Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH)
Weiterlesen


[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...