Vitaminkonzentrationen im Blut von Hunden mit chronischen Lebererkrankungen

(15.05.2013) A. GALLER, J.L. TRAN, S. KRAMMER-LUKAS, U. HÖLLER, J.G. THALHAMMER, J. ZENTEK und M. WILLMANN; Wien Tierärztl Monat – Vet Med Austria 100 (2013)

Die Leber spielt eine wichtige Rolle im Vitaminmetabolismus. Chronische Hepatopathien können den Vitaminstatus beein ussen, allerdings liegen über Vitaminkonzentrationen von Hunden mit Lebererkrankungen kaum Daten vor.

Ziel dieser Studie war es, den Vitaminstatus im Blut von Hunden mit chronischen Lebererkrankungen zu erheben.

Material und Methode

Die Vitaminkonzentrationen im Blut von 16 Hunden mit chronischen Lebererkrankungen wurden erhoben und mit den Daten 20 gesunder Hunde verglichen. Retinol, Retinylester, Tocopherol, Thiamin, Riboavin, Pyridoxal-5´-phosphat, Ascorbinsäure und 25-Hydroxycholecalciferol wurden mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie bestimmt. Kobalamin, Folat, Biotin und Pantothensäure wurden mikrobiologisch bestimmt.

Ergebnisse

Hunde mit chronischen Lebererkrankungen hatten erhöhte Konzentrationen an Retinylpalmitat, Ascorbinsäure, Vitamin B1 und B2. Die Konzentrationen an Retinol, 25-Hydroxycholecalciferol, Folat, Pantothensäure und Biotin waren niedriger als bei gesunden Hunden.

Retinylstearat, Tocopherole, Pyridoxal-5´- phosphat und Kobalamin zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen gesunden Hunden und Hunden mit Lebererkrankungen.

Eine weitere Unterteilung der erkrankten Hunde in Patienten mit Leberzirrhose (n=4), Leberneoplasien (n=5) und verschiedenen Hepatopathien (n=7) zeigte keine signifikanten Unterschiede der Vitaminkonzentrationen.

Schlussfolgerung

Ein möglicher, positiver Effekt der Supplementierung von Vitamin D, Folat, Pantothen und Biotin bei Hunden mit chronischen Lebererkrankungen sollte in weiterführenden Studien evaluiert werden.

Wien Tierärztl Monat – Vet Med Austria 100 (2013)

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