Blauzungenkrankheit bei vier Rindern in Unterfranken bestätigt

(06.09.2007) Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit in Riems hat in vier Fällen die Blauzungenkrankheit bei Rindern in Bayern bestätigt.

Die Rinder stammen aus den Landkreisen Aschaffenburg, Bad Kissingen und Haßberge. Die Tiere wurden wegen des Vorliegens klinischer Symptomatik untersucht. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat eindeutig Blauzungen-Viren nachgewiesen. Die betroffenen Betriebe wurde von den Behörden gesperrt, Sperrbezirke und Beobachtungszonen wurden eingerichtet.

Die Sperrbezirke haben einem Durchmesser von 20 Kilometern. Die 150 Kilometer großen Beobachtungsgebiete ragt bis nach Nord-Schwaben, Oberbayern und Franken. Aus diesen Zonen dürfen empfängliche Tiere nur unter strengen Auflagen in andere Gebiete verbracht werden.

Dies sind die ersten Blauzungen-Fälle in Bayern. Die für den Menschen ungefährliche Tierseuche war am 21. August 2006 erstmals in Deutschland in acht Rinderbeständen und einer Schafherde im Raum Aachen aufgetreten. Inzwischen wurden bundesweit mehr als 1600 Fälle amtlich festgestellt.

Empfänglich für das Blauzungenvirus sind Wiederkäuer, jedoch erkranken in der Regel nur Schafe und (in Abhängigkeit vom Virustyp) auch Kühe ernsthaft. Da die Krankheit nicht direkt von Tier zu Tier, sondern durch Mücken übertragen wird, kommt es im Rahmen der Bekämpfung nicht zu umfangreichen Tötungsaktionen, wie dies bei anderen Tierseuchen erforderlich ist


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