Viertes europäisches Symposium über südamerikanische Kameliden

(02.04.2004) "Südamerikanische Kameliden" sind Thema eines europäischen Symposiums, das das Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen vom 7. bis 9. Oktober 2004 veranstaltet.

Ziel der Tagung ist es, den aktuellen Stand der Forschung über die Nutztiere der Anden durch Wissenschaftler aus Europa und Südamerika zu dokumentieren und zu diskutieren.

Das wissenschaftliche Programm sieht Vorträge, Diskussionsrunden und Posterpräsentationen zu den Themenbereichen Nachhaltige Entwicklung, Zucht und Genetik, Reproduktion und Krankheiten, Fütterung sowie Fleisch- und Wollproduktion vor. Zu dem vierten Symposium dieser Art erwarten die Organisatoren rund 80 Teilnehmer.

Zu den Neuweltkameliden gehören die beiden Wildformen Vikunja und Guanako sowie die domestizierten Formen Lama und Alpaka. Im Hauptverbreitungsgebiet in Südamerika werden die rund sechs Millionen Lamas und Alpakas zur Erzeugung von Fleisch und Faser, aber auch als Tragtiere genutzt.

Die Haustierformen finden zunehmend auch in Europa Verbreitung und sind zum Beispiel in Deutschland als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt. Die Organisatoren wollen mit dieser Veranstaltung zur Förderung der Neuweltkameliden in ihren Ursprungsländern beitragen und gleichzeitig den europäischen Züchtern und Haltern ein Forum bieten.

Die Veranstaltung ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Projektes "Sustainable Development of Camelid products and services marketed oriented in the Andean Region", an dem auch das Göttinger Institut mitwirkt.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Martina Gerken
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Institut für Tierzucht und Haustiergenetik
Albrecht-Thaer-Weg 3, 37075 Göttingen
Telefon (0551) 39-5603, -5600, Fax (0551) 39-5587
e-mail: mgerken@gwdg.de
Internet: www.gwdg.de/~uatz

Artikel kommentieren

weitere Meldungen

Lama- und Alpaka; Bildquelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

1. Lama- und Alpakatage an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Am 26. April 2019 findet eine Fachexkursion für Praktiker und Interessierte statt, am 27. April 2019 findet ein Erlebnistag für die gesamte Bevölkerung statt
Weiterlesen

Dr. Markus Hoffmann, Hannah-Kleine-Weber und Prof. Dr. Stefan Pöhlmann, Abteilung Infektionsbiologie am Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung; Bildquelle: Karin Tilch

Mutationen machen MERS-Virus resistenter gegen die Abwehrkräfte des Immunsystems

Was bei Dromedaren nur einen harmlosen Schnupfen hervorruft, kann für den Menschen tödlich enden: Eine Infektion mit MERS-Viren
Weiterlesen

Schweizerische Vereinigung für Wiederkäuergesundheit

Neuweltkamelidentagung 2018

Die Schweizerische Vereinigung für Wiederkäuergesundheit lädt am 8. November 2018 zur Tagung nach Aeschi bei Spiez
Weiterlesen

Dr. Florian Schmidt vom Institut für Angeborene Immunität der Universität Bonn mit einem Lama.; Bildquelle: Volker Lannert/Uni Bonn

Lamas und Alpakas im Dienste der Forschung

Proteine spielen bei vielen lebenswichtigen Prozessen eine entscheidende Rolle. Um mehr über die Funktion solcher Eiweißstoffe zu erfahren, würden Forscher sie gerne gezielt ausschalten oder modifizieren
Weiterlesen