Einschränkung des Verzehrs von Fischarten mit hohem Methylquecksilber-Gehalt

(25.01.2015) Eine Einschränkung des Verzehrs von Fischarten mit hohem Methylquecksilber-Gehalt ist der wirksamste Weg, um von den gesundheitlichen Vorteilen von Fisch zu profitieren und gleichzeitig die Risiken durch eine übermäßige Exposition gegenüber Methylquecksilber zu minimieren.

Dies ist die Hauptaussage einer von der EFSA veröffentlichten Stellungnahme zu Risiken und Nutzen von Fisch und Meeresfrüchten.

EFSA Die EFSA empfiehlt den einzelnen Mitgliedstaaten, sich die nationalen Muster des Fischverzehrs anzuschauen und das Risiko der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu bewerten, welche die sicheren Grenzwerte für Methylquecksilber überschreiten, während sie gesundheitliche Vorteile aus dem Fischverzehr ziehen.

Dies gilt insbesondere für Länder, in denen Fisch und Meeresfrüchte mit hohem Quecksilbergehalt – wie Schwertfisch, Hecht, Thunfisch und Seehecht – regelmäßig verzehrt werden.

Es ist schwierig, generelle Aussagen für den gesamten Kontinent zu treffen, da in Europa große Unterschiede bestehen – in Bezug auf den Anteil der Fisch verzehrenden Bevölkerung, die verzehrten Arten von Fisch und Meeresfrüchten sowie die von verschiedenen Altersgruppen im Durchschnitt verzehrte Menge an Fisch. Daher hat die EFSA Szenarien entwickelt, die Momentaufnahmen der jeweiligen Situation in verschiedenen Ländern liefern.

Aus den Szenarien geht hervor, dass in einigen Ländern bestimmte Bevölkerungsgruppen – insbesondere Kleinkinder und Kinder im Alter zwischen 3 und 10 Jahren – die Sicherheitsschwelle bzw. tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (Tolerable Weekly Intake – TWI) für Methylquecksilber erreichen, bevor sie hinreichende Mengen an Fisch aufnehmen, um von dessen ernährungsphysiologischen Vorteilen profitieren zu können.

Die EFSA gelangte daher zu dem Schluss, dass:

  • bei Kleinkindern, Kindern und Frauen im gebärfähigen Alter die Vorteile des Fischverzehrs durch eine Steigerung des Konsums von Arten mit geringem Methylquecksilbergehalt erzielt werden sollte;
  • Frauen im gebärfähigen Alter den TWI-Wert nicht überschreiten sollten, um den Fötus vor den schädlichen Auswirkungen, die Methylquecksilber auf die neurologische Entwicklung hat, zu schützen;
  • Kleinkinder und Kinder, die regelmäßig Methylquecksilberwerten über dem TWI ausgesetzt sind, ebenfalls als gegenüber den neurotoxischen Auswirkungen von Methylquecksilber gefährdet angesehen werden sollten, da sich das Gehirn nach der Geburt weiterentwickelt.


Link: Statement on the benefits of fish/seafood consumption compared to the risks of methylmercury in fish/seafood


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