BILLA und BOKU starten Studienprojekt für eine verbesserte Tierhaltung

(21.04.2012) Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und BILLA starten ein gemeinsames Projekt: In einer Studie prüfen die Universität und Österreichs Supermarkt Nummer 1 die Möglichkeiten, die konventionelle Schweinefleischproduktion für BILLA nachhaltig zu verbessern.

Universität für Bodenkultur Wien Die intensive Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere wird immer wieder öffentlich diskutiert. Landwirtschaftliche Betriebe stehen vor der großen Herausforderung, sowohl die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem, leistbarem Fleisch bedienen, als auch die Anforderungen der Gesellschaft nach einer tier- und umweltgerechten Produktion erfüllen zu müssen.

"BILLA als verantwortungsvoller und größter 'Ernährer' Österreichs hat in der Vergangenheit bereits oft gezeigt, konkrete Veränderungen und Verbesserungen - die oft weit über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen - initiieren zu können.

War es einst die Verbannung von Legebatterien-Eier aus den Regalen oder erst kürzlich die Umstellung bei österreichischen Hühner-Lieferanten auf kontrolliert gentechnikfreies Futter - als Supermarkt Nummer 1 haben wir schon oft Akzente für  neue Qualitätsstandards in der Branche gesetzt.

Qualitätsverbesserung bei Fleisch ist dabei ein Thema, das uns ständig begleitet. Die jetzt vereinbarte, gemeinsame Studie ist ein weiterer und wichtiger Baustein in unserer permanenten Suche nach Weiterentwicklung", so Josef Siess, Vorstand der BILLA AG.

Startschuss für gemeinsames Studienprojekt

In dem gemeinsamen Projekt prüfen die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und BILLA nun die Möglichkeiten einer nachhaltigen Verbesserung der Schweinefleischproduktion für BILLA, und somit in Folge auch für die gesamte REWE International AG in Österreich.

Während der dreijährigen Projektphase wird gemeinsam mit österreichischen Schweinemästern ein Maßnahmenkatalog erarbeitet und umgesetzt, der vor allem das Wohlergehen der Tiere verbessern soll.

"Die Maßnahmen werden hinsichtlich ihrer Effektivität und zusätzlich aus ökonomischer Sicht bewertet.

Darüber hinaus werden auch ökologische und soziale Aspekte betrachtet, um der komplexen Situation von österreichischen Schweinemastbetrieben gerecht zu werden und möglichst ganzheitliche Lösungswege zu finden", so Christoph Winckler, Universitätsprofessor und Institutsvorstand des Instituts für Nutztierwissenschaften der BOKU.

In die Studie werden nur solche Betriebe aufgenommen, die den Hauptanteil ihres Betriebseinkommens durch die Schweinemast erwirtschaften.

Ziel ist die Entwicklung, die Implementierung und die Evaluierung von Maßnahmen zur besseren Integration von Aspekten der Nachhaltigkeit in die Schweinemast.

'Wer nicht von gestern sein will, beschäftigt sich mit morgen', sagt der Hausverstand



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