Langzeitstudie zeigt: Fast jede vierte Katze ist mit Darmparasiten infiziert

(06.07.2013) In Deutschland ist fast jede vierte Katze (22,8 Prozent) von einem Befall mit Darmparasiten betroffen. Das zeigt eine Studie des Tierärztlichen Labors Freiburg, die in Zusammenarbeit mit Bayer Animal Health durchgeführt wurde.

Im Zeitraum zwischen 2003 und 2010 untersuchten die Forscher mehr als 33.000 Hunde und Katzen auf einen Befall mit Endoparasiten wie Kokzidien, Rund- und Bandwürmern. Besonders auffällig ist dabei die hohe Zahl betroffener Jungkatzen.

Tierhalter sollten ihre Katzen bereits in den ersten Lebenswochen mit einem Wurmmittel entwurmen, das sowohl adulte Wümer abtötet als auch die Larvenstadien der Würmer bekämpft.

Besonders Katzenwelpen betroffen

Der Untersuchung zufolge haben speziell Katzenwelpen unter einem Befall mit Darm-parasiten zu leiden. So war durchschnittlich fast jedes zehnte Katzenjunge (8,1 Prozent) von einem Befall mit dem Katzenspulwurm Toxocara cati, dem am weitesten verbreiteten Wurmparasiten der Katze, betroffen.

Trotz der ohnehin hohen Befallszahlen kann dabei nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächliche Infektionsrate bei Jungkatzen sogar noch höher liegt. Grund dafür ist die von den Forschern zum Nachweis der Parasiten verwendete Kotprobenanalyse als Untersuchungsmethode.

Geschlechtsreife Wurmstadien lassen sich mit dieser Methode zwar relativ exakt nachweisen, dies gilt allerdings nicht für die Larvenstadien der Parasiten. Beim Spulwurm ist hierbei zu beachten, dass gerade dieses Wurmstadium schwerwiegende gesundheitliche Folgen für die infizierten Tiere haben kann.

Spulwurmlarve mit hohem Schadpotential

Bis sich ausgewachsene Spulwürmer im Darm der Katze festsetzen, durchwandern ihre Larven den Organismus. Mit dem Blutstrom gelangen sie in wichtige Organe wie Leber und Lunge, wo sie mitunter erhebliche Schäden anrichten. Erst kürzlich belegte eine Untersuchung aus den USA das Schadpotential dieser sogenannten "Wanderlarven".

Bereits elf Tage nach der Infektion konnten die Wissen-schaftler der Auburn University im US-Bundesstaat Maine eine Schädigung der Lunge beobachten, wobei vor allem die Lungenarterien und Bronchien betroffen waren.

Regelmäßige Entwurmung empfohlen

Um die gesundheitlichen Risiken durch einen Spulwurmbefall zu minimieren, sollten Katzen bereits in den ersten Lebenswochen entwurmt werden. Dabei sollten Tierhalter ein Wurmmittel verwenden, das sowohl adulte Wümer abtötet als auch über eine larvizide, das heißt die Larvenstadien der Würmer bekämpfende, Wirkung verfügt.

Die Behandlung sollte in regelmäßigen Abständen, bei ausgewachsenen Katzen mindestens aber alle drei Monate, bei Jungtieren bis zum Absetzen sogar alle zwei Wochen, wiederholt werden. Geeignete Mittel sind beim Tierarzt erhältlich.




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