Neu bei LABOKLIN: Craniomandibuläre Osteopathie (CMO)

(13.05.2016) Ab sofort bietet LABOKLIN den Gentest auf Craniomandibuläre Osteopathie (CMO) an, dessen Durchführung offiziell von Prof. Cord Drögemöller (Universität Bern) übernommen wurde.

Die Craniomandibuläre Osteopathie (CMO) ist eine proliferative, nicht-neoplastische Knochenerkrankung (kein Tumor) der Schädelknochen und des Unterkiefers. Die Erkrankung beginnt ab einem Alter von ca. 4 bis 7 Monaten.

LABOKLIN Die betroffenen Tiere zeigen unterschiedlich starke Schmerzen bei der Futteraufnahme sowie beidseitig eine mehr oder weniger starke Schmerzhaftigkeit der Kiefergelenksregion bei Berührungen des Kopfes.

Gelegentlich zeigen an CMO erkrankte Hunde hohes intermittierendes Fieber von 3 bis 4 tägiger Dauer. Die Krankheit verläuft in mehreren Schüben entsprechend der Knochenproliferationsphasen (ca. alle 2 bis 4 Wochen).

Röntgenaufnahmen liefern in der Regel eine zuverlässige Diagnose anhand von sichtbaren Knochenzubildungen insbesondere im Bereich des Unterkiefers. Die Krankheit ist nicht heilbar, häufig wird eine symptomatische Behandlung z.B. mit Kortikosteroiden durchgeführt. Ab einem Alter von ca. einem Jahr bilden sich die Knochenveränderungen in der Regel wieder zurück.

Obwohl der primäre Krankheitsprozess nicht zum Tod führt, wurden einige an CMO erkrankte Hunde aufgrund starker Schmerzen und Unterernährung (infolge der Unfähigkeit zu fressen) eingeschläfert.

Die CMO wird autosomal-dominant mit variabler Penetranz vererbt: Hunde, die homozygot für die Mutation sind, also zwei Kopien aufweisen, haben ein vergleichsweise höheres Risiko an CMO zu erkranken als Hunde, die heterozygot für die Mutation sind.

Aber auch diese heterozygoten Tiere (die nur eine Kopie tragen) weisen ein gewisses Risiko auf, an CMO zu erkranken. Die Entwicklung der CMO Erkrankung ist abhängig vom Genotyp, aber offensichtlich durch andere unbekannte genetische und/oder nicht-genetische (Umwelt-) Faktoren beeinflusst.

Die ursächliche genetische Variante ist recht häufig. Sie tritt mit einer Allelfrequenz von 30% in West Highland White Terriern, 20% in Scotch Terriern und 15% in Cairn Terriern auf. Der Gentest soll dazu beitragen, die weite Verbreitung des Defektallels zu vermindern und so die Anzahl erkrankter Hunde zu verringern.

Für Rückfragen steht Ihnen das LABOKLIN-Team gerne zur Verfügung!




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