Die Gesundheit von Haustieren wird durch den Klimawandel gefährdet

(09.10.2020) Kampagne #PROTECTOURFUTURETOO präsentiert die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage: 81% aller Tierärzte erkennen eine höhere Zeckenaktivität auch in die Wintermonate hinein

21 führende europäische Wissenschaftler bestätigen, dass wärmeres Wetter eine Gefahr für die Gesundheit von Haustieren darstellt, aber nur die Hälfte der befragten Haustierbesitzer ist sich der Gefahren für ihre Hunde und Katzen bewusst  

Der Sommer ist sowohl meteorologisch als auch kalendarisch vorbei, die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Doch mit zunehmend milderen Wintern verändert sich auch die Aktivität von Zecken und anderen Parasiten, welche somit neue Gefahren für Familien und Haustiere mit sich bringen.


Höhere Zeckenaktivität auch in den Wintermonaten

Im Rahmen der Initiative #PROTECTOURFUTURETOO werden erstmals Erkenntnisse von Wissenschaftlern, Tierärzten und Haustierbesitzern zusammengeführt, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Das Bewusstsein für die Risiken, denen Haustiere durch die saisonalen Veränderungen ausgesetzt sind, zu schärfen.

„Der Klimawandel kann einen großen Einfluss auf die Verbreitung von Zecken haben. Das wiederum wirkt sich auf die Übertragung von durch Zecken übertragene Krankheiten und damit auf unsere Haustiere aus.“ erklärt Prof. Dr. Christina Strube, Tierärztin und Parasitologin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Europaweite Umfrage liefert wichtige Erkenntnisse

Die Kampagne #PROTECTOURFUTURETOO, ins Leben gerufen von MSD Tiergesundheit, wird in über 30 Ländern in Europa, Russland, Nordafrika und dem Nahen Osten ausgerollt. Begleitend dazu lieferte eine internationale Umfrage unter Tierärzten, Tierpflegern und Haustierbesitzern aufschlussreiche Erkenntnisse.

Diese wurde in 22 Ländern von Februar bis Juni 2020 durchgeführt und brachte Antworten von insgesamt 201.893 Haustierbesitzern, 3.871 Tierärzten und 751 Tierarzthelfern zum Thema Zeckenschutz ein.*

Die Ergebnisse machen eine Tatsache sehr deutlich: Haustierbesitzer sind noch ungenügend über die ganzjährigen Gefahren von Parasiten aufgeklärt. Von den knapp 20.000 deutschen Befragten, besitzen 37 Prozent einen Hund und 58 Prozent eine Katze.

Doch nur der Hälfte ist bewusst, dass jahreszeitliche Veränderungen auch direkten Einfluss auf die Gesundheit ihrer Haustiere haben. In Konsequenz gaben auch nur 46 Prozent aller Befragten an, ihre Haustiere ganzjährig vor Parasiten, insbesondere Zecken, zu schützen.

Für Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Universität Hohenheim, stehen die milden Winter in direktem Zusammenhang mit einer steigenden Gefahr für Haustiere: „Wir haben in den letzten Jahren wärmere Wintertemperaturen verzeichnet, was bedeutet, dass die Zecken auch in den Wintermonaten vermehrt aktiv sind. Wir sehen auch, dass die Hauptaktivitätsphase der Zecken nach vorne rutscht, sprich, sie werden früher und länger aktiv und wir verlieren die sogenannte Zweigipfligkeit, so wie sie früher existierte. Diese verwischt immer mehr, wodurch wir eine veränderte Zeckenaktivität über das gesamte Jahr hinweg haben“.

Dass Handlungsbedarf besteht, machen folgende Umfrageergebnisse deutlich: 81 Prozent aller befragten Tierärzte registrierten in ihren Praxen eine höhere Anzahl an Zecken und Flöhen an Hunden und Katzen sowie einen deutlichen Anstieg in den eher untypischen Monaten Oktober bis Mai.

Wissenschaftliche Reputationsstudie bestätigt die Umfrageergebnisse

Im Rahmen einer Reputationsstudie wurden 21 führende europäische Wissenschaftler, die sich auf Parasiten, Tierverhalten und Krankheiten spezialisiert haben, zu vier Schwerpunktthemen befragt: Gesundheit von Haustieren, Parasiten, Krankheiten und Verhaltensänderungen bei Haustieren.

Die Ergebnisse bestätigen, dass saisonale Veränderungen ein breites Spektrum von Auswirkungen auf Haustiere haben und legten die Basis dafür, das Augenmerk verstärkt auf Information und Aufklärung zu legen.

Haustiere sind ein wichtiger Teil vieler Familien, weshalb sich die Initiative #PROTECTOURFUTURETOO für die Sicherheit und den Schutz ebendieser einsetzt.

Da Zecken eine direkte Bedrohung für die Gesundheit der Haustiere darstellen, ist es aufgrund wärmerer Temperaturen wichtiger denn je, sie vor diesen Risiken zu schützen. Prof. Dr. Ute Mackenstedt fasst erklärend zusammen: „Ich erwarte neue Zeckenarten, die nach Zentraleuropa einwandern und ihre Krankheitserreger mitbringen. Somit sind auch Veränderungen in der Zusammensetzung der Zeckenpopulation zu erwarten. Ich erwarte zudem Veränderungen in dem Profil der Krankheitserreger, die hier auftreten können. Zudem ist bereits bewiesen, dass Zecken höher in die Berge gehen. Was sich in den letzten Jahrzehnten auch gezeigt hat, ist eine veränderte Ausbreitung der Zeckenarten, sodass unsere Zecken zum Beispiel in Skandinavien auftauchen. Das alles wird mit dem Klimawandel und den damit einhergehenden Wetterveränderungen zusammenhängen.“

Um Haustiere vor Krankheiten zu schützen, die von Parasiten übertragen werden können, ist es wichtig, dass sie das ganze Jahr über gegen Zecken und Flöhe behandelt werden.

www.protectourfuturetoo.com


*Die Teilnehmer der Tierärzte-Umfrage wurden über ein Verzeichnis an Tierärzten und Tierarzthelferinnen rekrutiert, Haustierbesitzer wurden über Social Media (Instagram/ Facebook) zur Teilnahme an der Online-Umfrage aufgerufen. In beiden Fällen war die Teilnahme freiwillig.



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