Hunde sollen traumatisierte Soldaten unterstützen

(31.03.2014) Hunde können therapeutische  Maßnahmen erfolgreich unterstützen – Fachtagung im Verdener Konferenzzentrum von Mars Petcare

Wie können Hunde den Heilungsprozess traumatisierter Angehöriger von Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr fördern? Diese Frage diskutierten die 22 Teilnehmer der zweitägigen Fachtagung „Hundegestützte Interventionen bei Traumatisierung und PTBS bei Angehörigen der Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr“, die sich auf Einladung des Vereins H.I.T.-Hunde im Verdener Konferenzzentrum von Mars Petcare eingefunden hatten.


Hochrangige Teilnehmer der Fachtagung zur hundegestützten Behandlung von PTBS (v.l.): Dr. med. Frank Bergmann, 1. Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte; Dr. Andrea Beetz, Universität Wien und Rostock; Dr. med. vet. Christiane Ernst, Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr; Bart Veninga, Finanzdirektor Mars Petcare; Prof. Dr. Rolf Manz, Fachhochschule des Bundes

Wer bei Kriegen oder kriegsähnlichen Situationen traumatisiert wurde, entwickelt mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 12 Prozent eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Die Zahl der Betroffenen steigt seit Jahren: Wurden nach Angaben der Bundeswehr im Jahr 2004 erst 100 Menschen wegen PTBS behandelt, so waren es 2013 bereits 1423 Personen.

Um diesen Menschen künftig noch schneller und effektiver zu helfen, lud der von Soldaten und Privatpersonen gegründete „Verein zur Förderung hundegestützter Interventionen bei Traumatisierung und PTBS“ (kurz H.I.T.-Hunde) zur Fachtagung nach Verden ein.

„Hunde können therapeutische  Maßnahmen erfolgreich unterstützen – das ist nicht nur wissenschaftlich erwiesen, wir haben in der Bundeswehr auch selbst bereits positive Erfahrungen damit gemacht“, sagt der Vereinsvorsitzende Oberstleutnant d. R. Benno Schmidt, der als Reservedienstleistender an der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr beordert ist.

„Gemeinsam mit den Teilnehmern unserer Fachtagung haben wir deshalb Wege und Methoden diskutiert, um traumatisierten Soldaten sowie Mitarbeitern von Polizei und Feuerwehr hundegestützte Hilfe  strukturiert und institutionalisiert im Rahmen von Prävention und Therapie, anbieten zu können.“

Neben hochrangigen Angehörigen der Bundeswehr, u.a. Dr. med. vet. Christiane Ernst, Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr, Prof. Dr. Rolf Manz vom Fachbereich Bundeswehrverwaltung der Fachhochschule des Bundes und Dr. Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte, debattierten auch weitere Wissenschaftler, Psychologen, Hundeexperten und Vertreter von Polizei und Bundeswehr mit.

„Wir sehen hundegestützte Interventionen bei Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr als eine große Chance und unterstützen dieses Konzept nach Kräften“, sagt Bart Veninga, Mitglied der Geschäftsführung von Mars Petcare. Das Unternehmen engagiert sich bereits seit Jahrzehnten dafür, die positiven Effekte von Heimtieren für die Gesellschaft nutzbar zu machen.




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