Das moderne Impfmanagement bei Hunden in der Praxis

(23.09.2022) „So viele Hunde wie möglich zu impfen, aber nur so oft wie nötig“, so lautet das Motto der Experten weltweit, wie beispielsweise der World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) oder der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet).

Mit dieser Forderung muss das aktuelle Impfmanagement in dem Veterinärbereich generell überdacht und modernisiert werden. Doch wie lässt sich diese Forderung der Experten in der Praxis umsetzen und wie lässt sich daraus ein modernes, ganzheitliches Impfmanagement bei dem Hund etablieren?

Impfmanagement bei Hunden in der Praxis Die Diskussionen über die Häufigkeit von Impfungen werden zunehmend lauter in der Gesellschaft geführt. Es besteht eine große Einigkeit, dass die Notwendigkeit von den jeweils empfohlenen Impfungen generell unbestritten und notwendig ist. So viele Tiere wie möglich sollen mit den Kernimpfstoffen (Core-Vakzinen) versorgt werden und eine ausreichende Immunität aufbauen.

Nach Angaben der WSAVA sollten die Core-Vakzine nicht häufiger als alle drei Jahre nach der ersten Impfserie verabreicht werden. Somit ist eine Auffrischungsimpfung frühestens nach drei Jahren vorzunehmen. Dies gilt allerdings nur für Tiere, die über keinen Immunschutz mehr verfügen und bei denen eine Auffrischungsimpfung somit tatsächlich notwendig ist.

Der Grund, warum nicht alle Tiere pauschal nach 3 Jahren nachgeimpft werden müssen, ist einfach: die Dauer der Immunität (DOI) beträgt viele Jahre und kann bis zum Lebensende des Tieres reichen. Vor allem ist es laut WSAVA vollkommen sinnlos, die Tiere häufiger zu impfen als notwendig, um dadurch den Antikörpertiter zu erhöhen.

Bei einem vorhandenen Immunschutz wird durch zu frühe Auffrischungsimpfungen kein Anstieg der Antikörpertiterhöhe und somit auch kein zusätzlicher Immunschutz erzeugt.

Auf dieser Grundlage gibt ein modernes Impfmanagement vor, dass jedes einzelne Tier so selten wie nötig geimpft werden soll. Aber wie lässt sich dies in der Praxis umsetzen?

Zunächst muss individuell bestimmt werden, ob das einzelne Tier über einen ausreichenden Immunschutz verfügt. Aktuelle Leitlinien (beispielsweise der WSAVA) bestätigen, dass das Vorhandensein von Antikörpern gegen Parvo-, Staupe- und Adenovirus, unabhängig von der Titerhöhe, auf eine schützende Immunität und ein immunologisches Gedächtnis hinweist.

Für diese 3 Parameter lässt sich damit die Forderung der Impfkommission nach einem individuellen Impfmanagement bei Hunden in der Praxis durch die Bestimmung von vorhandenen Antikörpern umsetzen.

Für den sogenannten Antikörpertitertest werden die individuellen Antikörper des Hundes in einer Blutprobe bestimmt. Nach Meinung der WSAVA sollte eine Impfung gegen Parvo-, Staupe- und Adenovirus nur bei einem negativen Titertest erfolgen. Hierbei bleibt anzumerken, dass nur Impfungen gegen Parvovirose und Staupe als Core-Vakzine gelten.

Erst testen, dann impfen! Das ist die Schlussfolgerung der Experten und soll die Grundlage eines modernen Impfmanagements bei Hunden bilden. Mit dieser Strategie kann direkt in der Praxis die Impfnotwendigkeit jedes einzelnen Tieres geprüft werden.

Der Antikörpertitertest bildet somit die Grundlage für den Aufbau eines individuellen Impfmanagements und kann entweder direkt in der Praxis mit einem Schnelltest innerhalb weniger Minuten erfolgen oder eine Laboruntersuchung kann angefordert werden.

Um der Forderung der Experten aus den Impfkommissionen nachzukommen und ein individuelles Impfmanagement aufzubauen, bleibt an dieser Stelle die Forderung an die Pharmaindustrie, aber auch an die Zulassungsstellen bestehen, dass alle 3 Impfstoffe einzeln erhältlich und zugelassen werden müssen, damit der Praktiker die Forderung der WSAVA auch in der Praxis umsetzen kann.

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