Urlaubszeit ist Reisezeit – aber Vorsicht ist geboten

(14.06.2018) In den Sommerferien zieht es viele Touristen in den Süden Europas. Und wer einen Hund besitzt, möchte ihn natürlich auch im Urlaub gerne an seiner Seite haben.

Doch lauern hier Risiken, die es zu bedenken gilt: canine Leishmaniose und canine Ehrlichiose.

EUROIMMUN AG

Leishmaniose-Diagnostik

In Südeuropa beheimatete Sandmücken können bei einem Stich Leishmanien auf den Hund übertragen, die in ca. 10 % der Infektionen eine canine Leishmaniose verursachen.

Das Tückische an einer Leishmanien-Infektion ist die lange Inkubationszeit: Es können Monate bis Jahre vergehen, bevor erste klinische Symptome auftreten – bis dahin ist der Urlaub unter Umständen bereits in Vergessenheit geraten.

Zudem erschwert die Bandbreite an möglichen Symptomen die Diagnose: Fieber, Gewichtsverlust, Fressunlust, verschiedene Hautveränderungen, Augenveränderungen sowie diverse Organleiden, Beeinträchtigungen im Bewegungsapparat und Veränderungen im Blutbild werden beobachtet.

Besteht der Verdacht auf canine Leishmaniose, so kann dieser durch serologische Tests abgesichert werden, denn hohe Titer spezifischer Antikörper werden mit einer klinischen Leishmaniose assoziiert oder deuten bei infizierten, aber bislang unauffälligen Patienten einen möglichen Ausbruch der caninen Leishmaniose an.

Für die Untersuchung steht der EUROIMMUN Anti-Leishmania-ELISA Hund (IgG) zur Verfügung. Der Test basiert auf einem spezifischen rekombinanten Antigen und weist eine sehr hohe Spezifität (99 %) und Sensitivität (97 %) auf (siehe Tabelle).


Ehrlichiose-Diagnostik

Auch Zecken können im Urlaub zum Problem werden. Der Erreger Ehrlichia canis wird hauptsächlich durch die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen und kann zur caninen monozytären Ehrlichiose (CME) führen. Die multisystemische Erkrankung kann sich in akuten, subklinischen oder chronischen Formen manifestieren.

Nach einer Inkubationszeit von 1 - 3 Wochen kommt es zu einer akuten CME, die sich u. a. durch hohes Fieber, Lethargie, Gewichtsverlust, Lymphadeno- und Splenomegalien sowie Hämorrhagien äußert. Häufig treten Augenschädigungen auf, die unter Umständen bis zur Erblindung führen.

Durch entzündliche Veränderungen oder Blutungen in den Meningen  kann es zu diversen neurologischen Symptomen kommen.

Spezifische Antikörper gegen Ehrlichia canis sind ab ca. 14 Tagen nach der Infektion nachweisbar. Ein positiver Befund kann auch hier den Verdacht auf die Infektionskrankheit absichern.

Aufgrund der Verwendung eines spezifischen rekombinanten Antigens erzielt der Anti-Ehrlichia-canis-ELISA Hund (IgG) eine sehr hohe Spezifität (100 %) bei ebenfalls hoher Sensitivität (92 %).



Für weitere Informationen:
EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG
Seekamp 31
23560 Lübeck
Tel.: 0451/5855-0
Fax: 0451/5855-591
vet-info@euroimmun.de
www.vet.euroimmun.de



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