VET-MAGAZIN logo
Forschung zu nachhaltiger Rindernutzung und kuhgebundener Kälberaufzucht
Schweisfurth Stiftung
ZZF-Symposium: Was sind wichtige Indikatoren für das Tierwohl?
WZF/Bilderwerk
Tarifverhandlungen für TFA beginnen
Tarifverhandlungen für TFA beginnen
Karin Becker-Oevermann als 2. Vorsitzende in den geschäftsführenden vmf-Vorstand nachgewählt
vmf
Sonderausstellung „Der Krake“ nimmt die sagenhafte Wattenmeerregion in den Blick
Peter Musschenga
Deutschland

Bundeskabinett verabschiedet Tiergesundheitsgesetz

Das Bundeskabinett hat am 31.10.2012 das Gesetz zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen (Tiergesundheitsgesetz) verabschiedet. Es wird das Tierseuchengesetz ablösen, das damit grundlegend überarbeitet worden ist.

. . .

Das neue Tiergesundheitsgesetz setzt auf Prävention: Es enthält eine Reihe von neuen Regelungen zum vorbeugenden Schutz vor Tierseuchen, deren Bekämpfung sowie zur Verbesserung der Überwachung.

So wird zum Beispiel der Personenkreis erweitert, der eine anzeigepflichtige Tierseuche anzeigen muss. Das sind neben den Amtsveterinären künftig zum Beispiel auch Tiergesundheitsaufseher, Veterinäringenieure, amtliche Fachassistenten und Bienensachverständige.

Zudem wird ein rechtlicher Rahmen geschaffen, neben der Bekämpfung von Tierseuchen auch vorbeugend tätig zu werden, um die Tiergesundheit zu erhalten und zu fördern, zum Beispiel durch eigenbetriebliche Kontrollen oder verpflichtende hygienische Maßnahmen.

Eine weitere neue Rechtsgrundlage ermöglicht künftig ein Monitoring über den Gesundheitsstatus von Tieren: Durch die Untersuchung repräsentativer Proben können damit Gefahren für die Tiergesundheit frühzeitiger erkannt werden.

Außerdem können die zuständigen Behörden künftig Schutzgebiete einrichten. Das sind Gebiete, die überwiegend frei sind von bestimmten Tierseuchen und in die insoweit Tiere nur mit nachgewiesenem entsprechenden Gesundheitsstatus verbracht werden können.

Im Rahmen der Prävention soll zukünftig das Friedrich Loeffler-Institut die weltweite Tierseuchensituation beobachten und frühzeitig auf eventuelle Gefahren aufmerksam machen, zum Beispiel die drohende Einschleppung von Tierseuchenerregern durch lebende Tiere oder Erzeugnisse.

Zudem soll am Friedrich Loeffler-Institut eine "Ständige Impfkommission Veterinärmedizin" etabliert werden, die mit Rücksicht auf die Tierseuchensituation in Deutschland Impfempfehlungen erarbeiten soll. Eine in der Humanmedizin vergleichbare Kommission ist beim Robert Koch-Institut angesiedelt.

Vorbeugemaßnahmen dienen der Erhaltung und Förderung der Tiergesundheit und damit mittelbar der Gesundheit des Menschen. Soweit es sich um Nutztiere handelt, tragen sie auch zur Erhaltung erheblicher wirtschaftlicher Werte bei.

Die grundlegende Überarbeitung und Neukonzeption des Gesetzes war auch im Hinblick auf die fortschreitende Harmonisierung des Tierseuchenbekämpfungsrechts innerhalb der EU erforderlich geworden, die neben einer effektiven Bekämpfung von Tierseuchen zunehmend auf die Erhaltung der Tiergesundheit durch Vorbeugung abzielt.

Der Handel mit Tieren, Teilen von Tieren oder Erzeugnissen daraus innerhalb der EU und mit Drittstaaten steigt stetig. Da mit den Tieren und den Produkten Tierseuchenerreger verbreitet werden können, wächst die Bedeutung einer wirksamen Vorbeugung gegen Tierseuchen gleichermaßen.

. . .

Weitere Meldungen

Tiergesundheitsgesetz tritt am 1. Mai in Kraft
BLE, Thomas Stephan
. . .

Firmennews

Neuerscheinungen

Teile diesen Bericht auf:

Werbung via Google
Werbung via Google

Buchtipps

Principles and Practices of Canine and Feline Clinical Parasitic Diseases
Principles and Practices of Canine and...
Techniques in Small Animal Soft Tissue,...
Hufwerk: Handbuch zum Pferdehuf
Das 1x1 der Milchviehfütterung

Internationale Veranstaltungen

International Dog Breeders Day Online 2023
Countdown zum BSAVA Kongress 2022: hier...