Auswirkungen der neuen EU-Tierarzneimittel-Verordnung

(08.09.2019) BVL lädt am 5. und 6. November 2019 zum Symposium „Herausforderungen 2020 – Die neue Tierarzneimittel-Verordnung und andere globale Entwicklungen“ nach Berlin

Mit der neuen EU-Verordnung über Tierarzneimittel werden ab 28. Januar 2022 erstmals EU-weite harmonisierte Vorschriften für Tierarzneimittel gelten. Bis dahin sind noch weitere Rechtsvorschriften zu erlassen und nationale Gesetze anzupassen.

Welche Auswirkungen die neue Verordnung für alle Beteiligten wie Zulassungsbehörden, pharmazeutische Industrie und Tierärzte hat, darüber möchte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bei einem zweitägigen Symposium am 5. und 6. November 2019 in Berlin informieren.

Fachleute aus dem In- und Ausland werden sich auch mit aktuellen Entwicklungen zur Sicherheit und Qualität von Tierarzneimitteln auseinandersetzen.

Im ersten Block des BVL-Symposiums „Herausforderungen 2020 – Die neue EU-Tierarzneimittel-Verordnung und andere globale Entwicklungen“ wird es um die Frage gehen, wie die Qualität von Arzneimittelwirkstoffen gesichert werden kann. Die meisten Wirkstoffe werden heute in China und Indien produziert.

Welche Anstrengungen erforderlich sind, um unter den Bedingungen der Globalisierung die Sicherheit von Arzneimitteln zu gewährleisten, wird in Vorträgen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Ein Aspekt wird sein, wie die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen bekämpft werden kann.

Die erst kürzlich verabschiedete Tierarzneimittel-Verordnung der EU ist Gegenstand des zweiten Themenblockes. Welche Neuerungen diese harmonisierte Gesetzgebung für die verschiedenen Interessengruppen mit sich bringt, werden Vertreter der Europäischen Kommission, Europäischen Arzneimittel-Agentur, pharmazeutischen Industrie, Tierärzteschaft, des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und des BVL darstellen.

Am zweiten Veranstaltungstag wird es in erster Linie um die praktische Umsetzung der neuen Tierarzneimittel-Verordnung gehen.

Welche Änderungen ergeben sich im Bereich Pharmakovigilanz, der Errichtung neuer europäischer Datenbanken und bei den Maßnahmen zur Begrenzung der Antibiotikaresistenzen?

Verschiedene Diskussionsrunden am Ende einzelner Themenblöcke ermöglichen es allen Symposiumsteilnehmern, sich aktiv an der Konferenz zu beteiligen. Die Veranstaltung bietet auch abseits des offiziellen Programms einen guten Rahmen für den persönlichen Austausch.

Am Abend des ersten Tages findet im Anschluss an das Tagungsprogramm ein gemeinsames Abendessen in einem Berliner Restaurant statt.


Symposium „Herausforderungen 2020 – Die neue Tierarzneimittel-Verordnung und andere globale Entwicklungen“
5. und 6. November 2019
The Westin Grand Hotel Berlin
Friedrichstraße 158-164, 10117 Berlin

Das Symposium findet vorwiegend in deutscher Sprache statt. Einzelne Vorträge werden in englischer Sprache gehalten.

Weitere Informationen zum Tagungsprogramm bietet die Internetseite https://www.bvl.bund.de/Symposium2019. Eine Anmeldung zum Symposium ist nur auf dieser Seite möglich.




Weitere Meldungen

Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt)

Tierärzteverbände fordern: Gesetzgebungsverfahren sofort stoppen

Die Präsidenten der tierärztlichen Verbände Bundestierärztekammer, Bundesverband der beamteten Tierärzte und Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) haben Ministerin Klöckner schriftlich aufgefordert, die Umsetzung eines nationalen Tierarzneimittelgesetzes in dieser Legislaturperiode zu stoppen
Weiterlesen

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren

Bundesministerin Klöckner betont wichtigen Beitrag, um Erkenntnisse über Vorkommen, Übertragung und Ausbreitung zu erlangen
Weiterlesen

BVL-Symposium

Neue EU-Tierarzneimittel-Verordnung: Mehr Anreiz für Innovationen

Teilnehmer des BVL-Symposiums diskutieren Umsetzung – Verstärkter Kampf gegen Antibiotikaresistenzen
Weiterlesen

Bundestierärztekammer

Unsicherheit bei Schlachthöfen: Nur noch vier Monate Zeit für Anschaffung und Nachrüstung elektrischer Betäubungsgeräte und -anlagen

Unklar ist, ob die derzeit auf dem Markt angebotenen Geräte für tierschutzkonforme Betäubung geeignet sind, da keine Bauartzulassung mit Funktionsprüfung erfolgt
Weiterlesen

TVT

TVT: Entwurf des BMEL zur Nutztierverordnung verstößt gegen Tierschutzgesetz und Verfassung

Die Haltung von Sauen in Kastenständen, also in körpernahen Metallkäfigen, in denen sich die Tiere nicht umdrehen können, ist aus Tierschutzgründen in vielen Ländern verboten
Weiterlesen

Bundesverwaltungsgericht

Bundesverwaltungsgericht: rein wirtschaftliche Kriterien sind kein „vernünftiger Grund“ für Kükentötung

Das BVerwG hat am 13. Juni 2019 eine wegweisende Entscheidung für den Tierschutz in Deutschland getroffen
Weiterlesen

Stadttauben

Feststellungsklage zu Taubenfütterungsverbot in Fulda

Musterklage gegen kommunales Taubenfütterungsverbot eines Gemeindeparlaments
Weiterlesen

Magazin

Firmennews

Neuerscheinungen