Früherkennung von Lahmheiten und Physiotherapie beim Hund

(26.03.2009) Vortragsreihe die Möglichkeiten der Früherkennung und Behandlung von Lahmheiten beim Hund bei den 21. Baden-Badener Fortbildungstage kleintier konkret vom 26. bis 29. März 2009 im Kongresshaus Baden-Baden

Baden-Baden - Den "besten Freund des Menschen" plagen nicht selten ähnliche Beschwerden wie so manchen Tierbesitzer:  Aufgrund von erblichen Skeletterkrankungen, Arthrosen oder Verletzungen können auch Hunden die Gelenke wehtun.

Will ein sonst bewegungsfreudiges Tier plötzlich nicht mehr laufen und spielen oder lahmt es sogar sichtbar und zeigt Schmerzen, können Gelenkveränderungen die Ursache sein.

Mittels bildgebender Verfahren können Tierärzte feststellen, was dem Vierbeiner fehlt und neben anderen Therapien auch physiotherapeutische Maßnahmen einleiten. Die Tierphysiotherapie ist ein noch neuer Behandlungszweig in der Tierarztpraxis.

Während der 21. Baden-Badener Fortbildungstage kleintier konkret vom 26. bis 29. März 2009 thematisiert eine eigene Vortragsreihe die Möglichkeiten der Früherkennung und Behandlung von Lahmheiten beim Hund.

Dank Röntgen, Ultraschall, Comutertomografie und anderen bildgebenden Verfahren können Tierärzte frühzeitig herausfinden, ob Hunde möglicherweise im Laufe ihres Lebens eine erbliche Skeletterkrankung entwickeln.

Die "Hüftgelenksdysplasie" kommt beispielsweise vor allem bei großen Rassen wie Bernhardinern vor. Dabei umfasst das Hüftgelenk den Oberschenkelknochen nicht ausreichend.

"Besitzer junger Hunde sollten ihr Tier daher im Alter zwischen 12 und 18 Monaten röntgen lassen, um eine erbliche Dysplasie zu erkennen und damit das betroffene Tier aus der Zucht auszuschließen, damit diese Erkrankung nicht weiter vererbt werden kann", betont Prof. Dr. med. vet. Martin Kramer von der Klinik für Kleintiere an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Aber auch falsche Ernährung, Krebs, Abnutzung und andere Ursachen können Gelenkveränderungen in Gang setzen. "Darauf weisen beim Hund zum Beispiel Lahmheiten, verändertes Verhalten und Schmerzäußerungen sowie als deren Folge Schonhaltungen und Verspannungen hin", erklärt der Experte.

Vorbeugend und ergänzend zu chirurgischen und medikamentösen Therapien wirkt eine Physiotherapie. Sie ist nicht nur in der Human-, sondern auch in der Veterinärmedizin sehr vielseitig einsetzbar.

"Physiotherapeutische Methoden umfassen zum Beispiel Bewegungs- und Massagetherapie, Hydro-, Elektro- und Stoßwellentherapie", erläutert Dr. med. vet. Barbara Bockstahler, Fachtierärztin für Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, im Vorfeld des Kongresses in Baden-Baden.

Sie verbessern die Beweglichkeit von Gelenken, Bändern, Sehnen und Muskeln, lindern Schmerzen, verkürzen nach Operationen die Heilungszeit und trainieren die Kondition des vierbeinigen Patienten.

Der Behandlungserfolg hängt unter anderem vom Alter eines Hundes, seinem aktuellen Erkrankungsstadium und sonstigen gesundheitlichen Einschränkungen ab. Auch die Lernbereitschaft und die zeitlichen Möglichkeiten des Besitzers, physiotherapeutische Übungen selbst zu Hause durchzuführen, sind ein wichtiger Erfolgsfaktor.

"Der Tierarzt sollte den Besitzer möglichst aktiv in die Therapie miteinbeziehen, ihn fachgerecht anleiten und kontinuierlich betreuen", so Dr. Bockstahler.

 

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