Wildvögel: Naturnaher Lebensraum kann Artenvielfalt erhalten

(17.10.2010) Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) und Naturschutzverbände empfehlen im Winter eine sachgemäße Fütterung der Wildvögel

Der Lebensraum für Wildvögel wird in Deutschland immer knapper. Um die Artenvielfalt in der Vogelwelt zu erhalten, empfiehlt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), den Vögeln einen möglichst naturnahen Lebensraum mit einheimischen Hecken, Sträuchern und hohen Obstbäumen zu bieten und sie im Winter durch eine spezielle Fütterung zu unterstützen.

Gartenbesitzer schaffen einen vogelfreundlichen Lebensraum, indem sie vor allem Holunder und Eberesche („Vogelbeere“) anpflanzen. Die Beeren von Sanddorn- und Weißdornhecken können im Herbst gesammelt und im Winter getrocknet gefüttert werden. Tierfreunde fördern den Bestand an Höhlenbrütern, indem sie alte Bäume stehen lassen und Nisthilfen aufhängen.

Die Fütterung von Wildvögeln kann vor allem bei Dauerfrost oder einer geschlossenen Schneedecke eine Überlebenshilfe sein. Von der Fütterung profitieren zahlreiche Brutvögel in Deutschland wie Amseln, Rotkehlchen, Meisen und Finken.


Blaumeise am Futterknödel

Wer seltene Arten wie beispielsweise einen Gartenrotschwanz zu sehen bekommen möchte, sollte durch höhlenreiche Bäume oder Nisthilfen mit großen Einfluglöchern sowie eine abwechslungsreiche Vegetation für eine passende Umgebung sorgen.

Severin Zillich, Vogelexperte beim BUND, plädiert für eine Fütterung im Winter, die maßvoll ist und sachgemäß durchgeführt wird. „Die Vögel im Winter an ihrer Futterstelle zu erleben, ist ein toller Einstieg vor allem für Kinder, die Natur und ihre Tiere kennen zu lernen.“

Ausgewogenes Futter ist auf unterschiedliche Arten ausgerichtet

Auch der deutsche Tierschutzbund fordert eine sachgemäße Fütterung. „Sie ist auf unterschiedliche Vogelarten ausgerichtet und führt zu keiner Benachteiligung seltener Arten“, sagt Sprecher Marius Tünte. Vogelliebhaber sollten dabei auf naturnahes, ausgewogenes Futter setzen, das es im Zoofachhandel zu kaufen gibt.

„Im Zoofachhandel gibt es Mischungen sowohl für Körnerfresser wie Sperling, Buchfink und Gimpel als auch für Weichfresser, die ein eiweißhaltiges, mit Insekten angereichertes Futter benötigen.

Dazu zählen Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig“, erklärt Heinz Marche, Präsidiumsmitglied und Vogelexperte im ZZF. In guten Zoofachgeschäften sind auch hygienische Zubehörartikel wie Trinkbehälter und Futtersilos erhältlich.

Besonders wichtig ist, dass die Tiere regelmäßig Futternachschub erhalten, die Futterstellen gereinigt und Nahrungsreste beseitigt werden, damit sich keine Keime bilden, die zu Krankheiten führen können. Futterstellen sollten spätestens im Spätherbst angebracht werden, damit sich die Vögel mit ihnen vertraut machen können.

Bei der Aufstellung von Futterhäusern sollte man darauf achten, dass Katzen keine Möglichkeit haben, sich verdeckt anzuschleichen und die Vögel anzugreifen. Der Futterplatz darf also nicht zwischen Büschen oder in engverzweigten Bäumen angebracht werden.

Weitere Infos: www.zzf.de

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