Fortbildungsveranstaltung zu epidemiologische Ermittlungen im Tierseuchenfall

(20.02.2013) In der Tierseuchenbekämpfung müssen auf Grundlage epidemiologischer Erkenntnisse schnell Entscheidungen getroffen werden. Damit insbesondere im Krisenfall entsprechend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, veranstalten Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seit 2009 die gemeinsame Fortbildungsreihe „Durchführung epidemiologischer Ermittlungen".

Bereits zum sechsten Mal treffen sich ca. 60 Amtstierärzte aus dem gesamten Bundesgebiet am 19. und 20. Februar in der Katholischen Akademie in Stapelfeld, diesmal mit dem Themenschwerpunkt „Maul- und Klauenseuche (MKS)".

Dabei geben renommierte Experten der Europäischen MKS-Bekämpfungskommission (European Commission for the control of Foot-and-Mouth disease (EuFMD) der FAO), des Friedrich Loeffler Instituts (FLI), der Universität Vechta und des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) intensive Einblicke in epidemiologisch relevante Aspekte der MKS.

Im Falle einer Tierseuche können dann, durch diese Fortbildungsreihe geschulte Experten die betroffenen Behörden vor Ort unterstützen und bei den epidemiologischen Ermittlungen nach vereinbarten Standards einheitlich vorgehen.

Epidemiologische Erkenntnisse sind wichtige Grundlagen für Entscheidungen im Tierseuchenkrisenfall. Tierärztliches Spezialwissen bei der Durchführung der Datenerhebung, insbesondere aber bei der Interpretation, Aufbereitung und Weitergabe der erhaltenen Informationen, hat sich für die effektive Seuchenbekämpfung als unerlässlich erwiesen.

Zum Ergreifen von Maßnahmen in der Seuchenbekämpfung ist die vorangehende, auf epidemiologischen Ermittlungen beruhende Risikobewertung essentiell.

Die Epidemiologie beschäftigt sich mit den Faktoren der räumlichen und zeitlichen Ausbreitung von Krankheiten in Populationen. In der angewandten Tierseuchenbekämpfung bedeutet dies, die Ursachenermittlung bei einer Seucheneinschleppung und die Ermittlung von Tierbeständen, in die die Krankheit weiterverschleppt worden sein kann. Nur die Kenntnis der Einschleppungs- und Verbreitungsrisiken erlaubt ein zielgerichtetes Handeln zur raschen Seuchentilgung




Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Bundestierärztekammer

Schutz der Nutztierbestände vor neuen, exotischen Tierseuchen

Um die Gefahr der Einschleppung und Verbreitung „exotischer“ Tierseuchen ging es auf dem diesjährigen Pressegespräch der Bundestierärztekammer anlässlich der 81. Internationalen Grünen Woche
Weiterlesen

Nutztierbestände

Fachleute kritisieren das Fehlen einer Ständigen Impfkommission Veterinärwesen

Ob Aviäre Influenza, Blauzungenkrankheit, Afrikanische Schweinepest oder Maul- und Klauenseuche: Ausbrüche verschiedener Tierseuchen bedrohen Nutztierbestände, sind mit Tierverlusten und hohen Kosten verbunden und einige sind auch ein gesundheitliches Risiko für den Menschen
Weiterlesen

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Besserer Schutz bedrohter Nutztierrassen im akuten Seuchenfall

Für die Erhaltung bestandsbedrohter, nur regional vorkommender Nutztierrassen kann der Ausbruch einer Tierseuche von existentieller Bedrohung sein. Per Gesetz gibt es zwar Ausnahmeregelungen von der behördlich angeordneten Tötung, doch werden diese in der Praxis nicht umgesetzt
Weiterlesen

Friedrich-Loeffler-Institut startet TierSeuchenInformationsSystem TSIS

Friedrich-Loeffler-Institut startet TierSeuchenInformationsSystem TSIS

Aktuelle Informationen zur Tierseuchenlage in Deutschland allgemein verfügbar
Weiterlesen

Schleswig-Holstein

Landesweite Tierseuchenübung in Schleswig-Holstein

Mit einer Tierseuchenübung hat das Land Schleswig–Holstein Vorsorge für den Ernstfall getroffen. Vom 05. Juni an trainierten 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie auf einen Ausbruch der Maul – und Klauenseuche (MKS) zu reagieren ist
Weiterlesen

Prof. Dr. Karin Breunig, Projektkoordinator Sebastian Dücker und Prof. Dr. Sven-Erik Behrens; Bildquelle: Dr. Gerhard Breunig

Forschungsprojekt VAKZiNOVA: Tierimpfstoffe aus Milchhefe

Großer Erfolg für ein vielversprechendes Projekt: Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Impfstoffe aus Milchhefe gegen virale Hühner- und Rinderseuchen entwickeln, werden nun vom Bundesforschungsministerium auf dem Weg zur Unternehmensgründung unterstützt
Weiterlesen

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands

Psittakoseverordnung offiziell aufgehoben

Seit dem 17. Oktober ist die Psittakoseverordnung durch eine Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt nun offiziell aufgehoben. Eine entsprechende Kennzeichnung nach der bisherigen Psittakoseverordnung ist demnach nicht mehr notwendig
Weiterlesen

Sachsen-Anhalt

In einer Rinderherde im Landkreis Stendal ist Milzbrand festgestellt worden

In der Mutterkuh-Herde sind bisher sieben Tiere an der Infektionskrankheit verendet. Eine entsprechende Diagnose des Landesamtes für Verbraucherschutz in Stendal wurde am 12. Juli 2012 vom Friedrich-Löffler-Institut in Jena bestätigt
Weiterlesen

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter; Bildquelle: FLI

Thomas C. Mettenleiter weiterhin in der OIE Scientific Commission for Animal Diseases

Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts in die wissenschaftliche Kommission der Weltorganisation für Tiergesundheit wiedergewählt
Weiterlesen

[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...