Schleswig-Holstein will bleihaltige Büchsenmunition verbieten

(03.07.2012) "Unsere Seeadler und andere Wildtiere sollen nicht mehr durch bleihaltige Munition vergiftet werden. Dass in den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten ab 1. April 2013 nur noch bleifreie Büchsenmunition verwendet wird, ist ein guter Schritt, um die Verwendung bleihaltiger Munition in unserem Land generell zu beenden", begrüßt Umweltstaatssekretär Dr. Ulf Kämpfer die heute einstimmig getroffene Entscheidung des Verwaltungsrates der Landesforsten.

Die ökologischen Wirkungen von bleihaltiger Munition sind seit Jahrzehnten bekannt: Insbesondere Greifvögel, die an Kadavern geschossener Tiere fressen, vergiften sich durch Büchsenmunition, die Blei enthält oder durch Bleischrot, das mit Schrotflinten verschossen wird. Untersuchungen belegen, dass 40 Prozent aller tot gefunden Seeadler an Bleivergiftungen gestorben sind.

Kämpfer, der in seiner Funktion als Staatssekretär in dieser Woche den Vorsitz der Verwaltungsrates der Landesforsten übernommen hatte, sieht in der Entscheidung der Forstanstalt ein Signal an alle Jäger unseres Landes, ihren Beitrag zu einer ökologisch verträglichen Jagd zu leisten.

Damit bleihaltige Munition im gesamten Land nicht mehr erlaubt ist - so wie im Koalitionsvertrag festgelegt – ist eine Änderung des Landesjagdgesetzes erforderlich. Unabhängig davon wird die Agrarministerkonferenz im Herbst 2012 über bleifreie Büchsenmunition beraten.

"Ich hoffe, dass die Bundesregierung ihre schon zu lang dauernden Untersuchungen über Alternativen zu den Bleigeschossen zügig abschließt. Künftig sollten einheitliche gesetzliche Regelungen überall in Deutschland für eine bleifreie Jagd sorgen", so Kämpfer.

Bleifreie Munition ist seit Jahren im Handel erhältlich. Andere Länder haben damit gute Erfahrungen gemacht.




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