Weiterbildung und Vernetzung von Risikoexperten aus aller Welt

(21.08.2015) Globale Warenströme bestimmen heute den Lebensmittelmarkt. Hier sind umfassende Qualifikationen aller beteiligten Akteure notwendig, um die Sicherheit von Lebensmitteln weltweit und grenzüberschreitend zu gewährleisten.

Dazu gehören auch die fundierte Bewertung und Kommunikation von stofflichen und mikrobiellen Risiken, die von Lebensmitteln ausgehen können. Im Rahmen der zweiwöchigen Summer Academy des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bilden sich Teilnehmende aus 19 Ländern in diesen Bereichen weiter.

„Wissenschaftler aus aller Welt können sich bei der BfR-Summer Academy austauschen und ihre Qualifikationen zum Thema Lebensmittelsicherheit erweitern“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Unter dem Motto „Von Experten, für Experten“ findet die BfR-Summer Academy bereits zum vierten Mal in Berlin statt.

Zwei Wochen lang, vom 17. bis zum 28. August 2015, befassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der BfR-Summer Academy mit mikrobiellen und stofflichen Risiken, die von Lebensmitteln ausgehen können:

In der ersten Woche vermitteln die Referentinnen und Referenten im Rahmen einer Vorlesungsreihe die Grundlagen für Risikobewertungen und informieren über Ursachen und Prävention lebensmittelbedingter Infektionen und Intoxikationen.

In weiteren Themenblöcken werden Methoden und Modelle der Expositionsabschätzung vorgestellt sowie Kriterien für die Erhebung und Einschätzung von Daten, die für die Risikobewertung benötigt werden, diskutiert.

In der zweiten Woche liegt der Schwerpunkt auf praxisorientierten Workshops. Dort haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, die gesundheitliche Bewertung von Risiken an Fallbeispielen, wie z.B. Rückständen von Arsen und Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln, anzuwenden.

Ergänzend zur Theorie und Praxis der Risikobewertung wird in der Summer Academy auch die Bedeutung der Kommunikation von Risiken für verschiedene Zielgruppen vermittelt und trainiert.

Die BfR-Summer Academy findet seit 2012 jährlich statt. Zielgruppe der Fortbildung sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus staatlichen Organisationen, die mit den Themen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit befasst sind.

Die 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr kommen zum größten Teil aus Asien. Die Fortbildung soll ihnen Impulse geben, die gewonnenen Qualifikationen und Kenntnisse in ihren Heimatländern anzuwenden und weiterzugeben. Neben einem intensiven fachlichen Austausch bietet die Summer Academy den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen.




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