Tätowierung als Tierkennzeichnung bei Reisen ab Juli nicht mehr zulässig

(16.05.2011) Wer sein Haustier mit in den Urlaub nehmen möchte, muss mindestens einen Monat vor der Abreise Vorbereitungen treffen. Alle Besonderheiten zum Thema Grenzpapiere für Hunde und Katzen hat der ADAC zusammengestellt.

EU-Heimtierausweis Nur mit einem EU-Heimtierausweis, einem Mikrochip und einer Tollwut-Schutzimpfung dürfen Vierbeiner innerhalb der EU mitreisen. Eine Übergangsregelung gilt noch bis 2. Juli 2011, wonach statt des Mikrochips als Tierkennzeichnung auch eine Tätowierung erlaubt ist.

Durch diese Maßnahmen soll verhindert werden, dass die Tiere Krankheiten einschleppen oder verbreiten. Der EU-Heimtierausweis wird vom Tierarzt ausgestellt. Neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer muss darin der tierärztliche Nachweis über eine gültige Tollwutimpfung enthalten sein.

Für deutsche Haustiere bedeutet dies, dass die Erstimpfung mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt durchgeführt worden sein muss. Bei regelmäßigen Nachimpfungen entfällt diese Frist.

In Finnland, Großbritannien, Irland, Malta und Schweden gelten bis zum 31. Dezember 2011 zusätzliche Auflagen wie ein Tollwut-Antikörper-Nachweis sowie Behandlungen gegen Bandwurm und Zecken.

Bei der Einreise in Nicht-EU-Länder gelten länderspezifische Besonderheiten, die vor der Abreise zu erfragen sind. Für die Schweiz und Liechtenstein genügt jedoch der EU-Heimtierausweis mit Mikrochip und eingetragener Tollwutimpfung.

Bei der Wiedereinreise aus Ländern mit EU-gleichgestelltem Tollwutstatus wie Norwegen, Schweiz, Liechtenstein, Australien, Neuseeland, USA und Kanada gelten die gleichen Bestimmungen wie innerhalb der EU.

Wer aus Ländern ohne gleichgestelltem Tollwutstatus wieder in die EU einreisen möchte, muss noch vor der Abreise in Deutschland einen Tollwut-Antikörpertest bei seinem Tier durchführen lassen. Dieser darf frühestens 30 Tage nach der Impfung stattfinden. Das gilt für Länder wie Kosovo, Mazedonien, Albanien, Montenegro, Serbien, Türkei, Ägypten, Marokko oder Tunesien.

Der ADAC weist Hundebesitzer darauf hin, dass zum Beispiel in Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Malta, Norwegen und Ungarn die Einreise von bestimmten Kampfhunderassen verboten ist. In einigen Ländern besteht zusätzlich für Hunde Leinenpflicht und teilweise auch Maulkorbzwang.




Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

MyVetlearn

Online-Fortbildung Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat sich im Jahr 2018 weiter ausgebreitet und bedroht Deutschland mittlerweile von Osten als auch von Westen her
Weiterlesen

Internationale Grüne Woche

Tierarztmangel auf dem Land spitzt sich zu

Im ländlichen Raum haben Tierarztpraxen zunehmend Probleme, angestellte Tierärzte als Mitarbeiter zu finden
Weiterlesen

Deutsche Vet

ESCCAP Deutschland wird Partner der Deutschen Vet 2019

ESCCAP Deutschland e.V. unterstützt als Vereinigung deutscher veterinärparasitologischer Experten den veterinärmedizinischen Fachkongress „Deutsche Vet“ im Juni 2019 als neuer Verbandspartner
Weiterlesen

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Bewerbungsphase für Jugendtierschutzpreis gestartet

Ab sofort können sich junge Tierschützerinnen und Tierschützer für den Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis des Deutschen Tierschutzbundes bewerben
Weiterlesen

XXIII. Tagung über Pferdekrankheiten im Rahmen der EQUITANA in Essen

XXIII. Tagung über Pferdekrankheiten im Rahmen der EQUITANA in Essen

Zum 23. Mal werden hochkarätige Referenten am 15. und 16. März 2019 über aktuelle Themen der Pferdemedizin und -praxis berichten. Es erwartet Sie ein kompaktes, praxisorientiertes wissenschaftliches Programm und viele attraktive Events
Weiterlesen

Tierärztliche Akademie für Osteopathie - Equilibre

Noch 5 Restplätze Grundausbildung Veterinärosteopathie Pferd & Kleintier 2019/2020

Für die neue Grundausbildungsreihe Veterinärosteopathie Pferd & Kleintier für Tierärzte mit Start am 29. März 2019 gibt es noch 5 freie Plätze, die bis zum 15. Januar 2019 zum Frühbucherpreis zur Verfügung stehen
Weiterlesen

Online-Fortbildung Digitales Röntgen

Online-Fortbildung Digitales Röntgen

Die Bildgebenden Verfahren Ultraschall, Röntgen, MRT und CT sind aus der heutigen Diagnostik, auch in der Veterinärmedizin nicht mehr wegzudenken
Weiterlesen

Magazin

Firmennews

Neuerscheinungen