Spring School: Besserer Schutz von Versuchstieren

(20.03.2017) Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren und die Berlin-Brandenburger Forschungsplattform laden zur Öffentlichen Spring School vom 3. bis 5. April 2017 an der Freien Universität Berlin ein.

Ziel der diesjährigen Spring School 2017 „Tierversuche - Rechtliche und ethische Aspekte“ ist es, die Inhalte und Forderungen des Deutschen Tierschutzgesetzes (TierSchG) bezüglich der Planung von Tierversuchen sowie deren Genehmigung zu vermitteln.

BfR Die Tagung wird vom Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gemeinsam mit der Berlin-Brandenburger Forschungsplattform BB3R organisiert.

Die „3 R“ stehen für den Ersatz (Replacement) und die Reduktion (Reduction) von Tierversuchen sowie die Verbesserung des Wohlbefindens von Versuchstieren (Refinement).

Während das Bf3R bundesweit alle 3R Aktivitäten bündelt, vereint die Forschungsplattform BB3R die 3R-bezogenen Kompetenzen der Region Berlin-Brandenburg. Die Spring School findet vom 3. bis 5. April 2017 an der Freien Universität Berlin statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Die Planung und Durchführung von Tierversuchen im Sinne des 3R-Prinzips (Replacement, Reduction und Refinement) ist ein komplexes Verfahren, das sich aus verschiedenen Verfahrensschritten zusammensetzt und unterschiedliche rechtliche und ethische Anforderungen berücksichtigen muss.

Expertinnen und Experten erklären, wie eine erfolgreiche Literaturrecherche zu Alternativmethoden von Tierversuchen aussieht und was bei der biometrischen Planung von Tierversuchen sowie bei den gesetzlich vorgeschriebenen Anträgen und nicht-technischen Projektzusammenfassungen berücksichtigt werden muss.

Die unterschiedlichen rechtlichen Sichtweisen (Tierschutzbeauftragte, § 15 TierSchG Kommission sowie Genehmigungsbehörde) an die Anforderungen für die Versuchsplanung und die Antragstellung von Tierversuchen werden erläutert.

„Ziel unserer Aktivitäten ist es, Tierversuche auf das unerlässliche Maß zu beschränken. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollten jederzeit berücksichtigt werden können. Noch wissen wir zu wenig darüber, welches Leid Tiere bei physiologischen Zustandsveränderungen erleben und wie dies objektiv zu messen ist“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Im Rahmen der Veranstaltung stellen Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) ihre wissenschaftliche Tätigkeit am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin dar.

Das Bf3R wurde im Zuge der Tierwohl-Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Jahr 2015 am BfR gegründet. Das Zentrum koordiniert bundesweit alle Aktivitäten mit den Zielen, Tierversuche auf ein unerlässliches Maß zu beschränken und für Versuchstiere den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Darüber hinaus sollen durch die Arbeit des Zentrums national und international Forschungsaktivitäten angeregt und der wissenschaftliche Dialog gefördert werden. Die Arbeit des Bf3R und die zukünftigen Entwicklungen auf dem Gebiet der Alternativmethodenforschung werden auf der Spring School vorgestellt.

„Um die Sicherheit des Menschen bei der Anwendung von neuen Medikamenten zu gewährleisten, können Tierversuche derzeit nicht vollständig ersetzt werden“, erklärt Prof. Dr. Monika Schäfer-Korting, Sprecherin der Forschungsplattform BB3R.

„Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Berlin und Brandenburg arbeiten daran, noch mehr Tierversuche zu ersetzen und die unverzichtbaren Tierversuche schonender zu gestalten sowie mit einer geringeren Anzahl an Tieren gleich gute Ergebnisse zu erzielen.“

Das Graduiertenkolleg BB3R der Freien Universität Berlin bildet Doktorandinnen und Doktoranden in diesen Themenbereichen aus.

Die Berlin-Brandenburger Forschungsplattform BB3R mit integrierter Graduiertenausbildung bündelt die 3R-bezogenen Kompetenzen der Region Berlin-Brandenburg, treibt die systematische Forschung in diesem Bereich voran und qualifiziert Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Alternativmethoden und tierschonenden Arbeitstechniken.

Die Veranstaltung ist von der Bundestierärztekammer (ATF) als Fortbildung für Tierärztinnen und Tierärzte anerkannt. Die Anerkennung als Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte ist ebenfalls möglich.

Zeit, Ort und Programm

  • Montag, 3. bis Mittwoch, 5. April 2017
  • Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin, Fabeckstraße 23/25, 2.OG, Raum 2.2058 /2.2059 / Foyer, 14195 Berlin.
  • Programm online!




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