SAVE startet Projekt zum Schutz von Steinkauz und Uhu

(09.02.2012) Bisher stand die Rettung großer Afrikanischer Wildtiere auf dem Programm. Nun kehrt der SAVE Wildlife Conservation Fund zurück zu seinen heimischen Wurzeln und startet gleich zwei Schutzprojekte rund um den Stiftungssitz in Wülfrath.

SAVE Wildlife Conservation Fund Gemeinsam mit den renommierten Vogelexperten Reinhard Vohwinkel und Detlef Regulski engagiert sich die Stiftung für zwei bedrohte heimische Vogelarten: den Steinkauz und den Uhu.

Der Steinkauz leidet darunter, dass Streuobstwiesen und Kopfweiden zunehmend aus unserer Landschaft verschwinden, so dass dieser Vogel kaum noch Bruthöhlen findet. Bei diesem Projekt möchte SAVE gemeinsam mit Vogelschützern künstliche Bruthöhlen aufhängen und vernachlässigte Streuobstwiesen pflegen, um dem Steinkauz wieder einen halbwegs intakten Lebensraum zu bieten.

Die Hoffnung ist, dass sich die Bestandszahlen, die stark eingebrochen sind, langfristig wieder erholen. Der Ornithologe Reinhard Vohwinkel wird zudem einige Tiere beringen um wichtige Erkenntnisse über tatsächliche Bestandszahlen und Fortpflanzungsrate zu gewinnen. Danach können weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Das zweite Vogelschutzprojekt ist dem Uhu gewidmet, einer stark gefährdeten und EU-weit geschützten Art.

In diesem Projekt wird SAVE in Kooperation mit dem Vogelexperten Detlef Regulski erforschen, wo der Uhu brütet um diese sensiblen Brutreviere künftig besser zu schützen. Ebenfalls werden sowohl Jung- als auch Altvögel beringt.

Mit Hilfe weiterer Methoden versuchen die Vogelexperten, Erkenntnisse über Fortpflanzungsrate, Nahrung, Verbreitung und Jagdverhalten zu gewinnen. Mit diesen grundlegenden Informationen können sie künftig nicht nur die seltenen Uhus, sondern auch andere heimische Wildtiere besser und zielgerichteter schützen.

Die beiden Vogelschutzprojekte liegen SAVE-Gründer Lars Gorschlüter besonders am Herzen: „Auch wenn wir uns in Afrika um bedrohte Wildtierarten wie den Löwen kümmern, können wir nicht die Augen vor dem verschließen, was vor der Haustür passiert.“

Für SAVE und die Vogelexperten ist es wichtig, die Menschen im Bergischen Land mit ins Boot zu holen, von denen viele jemals weder einen Uhu, noch Steinkauz zu Gesicht bekommen haben.

So sind künftig auch Führungen und Vorträge in Planung, vielleicht wird sogar mal eine Webcam in einer Steinkauz-Bruthöhle installiert, so dass jeder live an der Jungvogelaufzucht teilhaben kann. Weil dafür momentan noch die Gelder fehlen, hoffen die Naturschützer auf großzügige Sponsoren.

www.save-wildlife.com


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