7. Riemser Diagnostiktage in Greifswald

(20.11.2015) Am 26. und 27. November 2015 geben die 7. Riemser Diagnostiktage im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg in Greifswald Einblicke in den Stand der Technik sowie Überblicke zu Tierseuchen von der „Vogelgrippe“ bis zur “Pest der kleinen Wiederkäuer”.

Moderne Tierseuchendiagnostik hat neben dem Nachweis von altbekannten Infektionskrankheiten zunehmend mit früher als „exotisch“ bezeichneten Erregern zu tun.

Hinzu kommen bisher gänzlich unbekannte Viren wie das Schmallenberg-Virus bei Rindern, Schafen und Ziegen oder das neue Bunthörnchen-Bornavirus-1, das auch zu Infektionen bei Menschen führen kann. Nur durch Einsatz optimierter, modernster Untersuchungsverfahren sind diese Herausforderungen zu bewältigen.


Laborimpression

Die vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und der Fachgruppe „Arbeitskreis für veterinärmedizinische Infektionsdiagnostik (AVID)“ der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft organisierte Fachtagung richtet sich vor allem an Tierseuchendiagnostiker aus den hierfür zuständigen Einrichtungen der Bundesländer.

Die Tierseuchendiagnostik befindet sich derzeit in einer spannenden Phase: in Deutschland bzw. innerhalb der EU sind alt bekannte Infektionskrankheiten wie die Maul- und Klauenseuche und die Schweinepest ausgerottet.

Die Seuchenherde erscheinen weit entfernt. Bisher regelmäßig in Deutschland aufgetretene Viruskrankheiten wie die BHV-1-Infektion und die bovine Virusdiarrhoe bei Rindern sind auf einem guten Weg, getilgt zu werden.

Auf der anderen Seite beschäftigen neue Seuchen wie die PED, eine Durchfallerkrankung bei Schweinen, Tierhalter und Tierseuchendiagnostiker. Zudem rücken die Afrikanische Schweinepest im Baltikum und die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 immer näher heran.

Moderne Diagnostikmethoden wie Erbgutnachweise mittels „Next-Generation Sequencing“ (NGS) führen darüber hinaus zur Entdeckung neuer Erreger wie dem Bornavirus der Bunthönrchen (VSBV-1), neuen Astroviren bei Rindern oder dem atypischen porcinen Pestivirus (APPV) bei Schweinen, deren Bedeutung noch nicht klar ist.

In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Themen der 7. Riemser Diagnostiktage. Mit 180 Teilnehmern ist die Tagung erneut komplett ausgebucht.

Das FLI betreibt über 75 Nationale Referenzlaboratorien für anzeigepflichtige Tierseuchen und meldepflichtige Tierkrankheiten wie Schweinepest, Geflügelpest oder Rindertuberkulose.

Die Referenzlaboratorien bestätigen Verdachtsfälle, entwickeln und verbessern diagnostische Methoden und geben diese standardisiert an die Untersuchungseinrichtungen der Bundesländer weiter.

Zur Qualitätssicherung der Tierseuchendiagnostik in Deutschland führen die Referenzlaboratorien Ringversuche oder ähnliche Maßnahmen durch und beraten die Veterinärbehörden.




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