Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz

(22.04.2016) Symposium zur Verbesserung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung und endgültiger Ausstieg aus der Käfighaltung von Legehennen

Für die fachliche und administrative Betreuung ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zuständig. Bei einem Fachsymposium in Bonn wurden am 21.4.2016 Ergebnisse der MuD-Tierschutz der Fachöffentlichkeit vorgestellt: 130 Projekteilnehmer und interessierte Fachleute diskutierten über die Themen Risikoreduzierung hinsichtlich des Schwanzbeißens beim Schwein und des Federpickens bei Legehennen sowie die Medikamentenreduzierung in der Ferkelaufzucht.


Die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth begrüßt die Teilnehmer des Fachsymposiums der Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz

Dazu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth: "Die Verbesserung des Tierwohls ist uns ein wichtiges Anliegen, aber auch ein anspruchsvoller Prozess. Dieser muss so gestaltet werden, dass die Wettbewerbsfähigkeit der tierhaltenden Betriebe erhalten bleibt.

Die Ergebnisse der Beratungsinitiativen zeigen, dass wir mit den Modell- und Demonstrationsvorhaben auf dem richtigen Weg sind."

Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, ergänzt: "Wir wollen zeigen, wie Beratungsinitiativen landwirtschaftliche Betriebe erfolgreich dabei begleiten können, Tierschutz ganz konkret und unter spezifischen betrieblichen Bedingungen zu verbessern. An den Ergebnissen der Beratungsinitiative zur Medikamentenreduzierung, aber auch den anderen Initiativen, wird dies deutlich."

Ein weiterer großer Schritt in Richtung mehr Tierwohl ist der Ausstieg aus der Kleingruppenhaltung von Legehennen in ausgestalteten Käfigen. In dem vom BMEL einberufenen Staatssekretärsausschuss Tierschutz und nachfolgend anlässlich der Agrarministerkonferenz hatten sich Bund und Länder im Herbst letzten Jahres über das Auslaufen der Kleingruppenhaltung von Legehennen in ausgestalteten Käfigen geeinigt.

Am 22.4.2016 tritt die entsprechende Verordnung, die Sechste Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, in Kraft.

Dazu erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: "Unser konsequenter Einsatz für mehr Tierwohl zeigt Erfolg. Bei der tiergerechten Haltung von Legehennen sind wir in Deutschland bereits Vorreiter. Wir haben schon 2010 die Haltung in konventionellen Batterie-Käfigen verboten – zwei Jahre früher als nach EU-Recht vorgeschrieben.

Jetzt haben wir den letzten Schritt zum Ausstieg aus der Käfighaltung gemacht: Ab 2025 wird es auch keine Kleingruppenhaltung von Legehennen mehr geben. Nur für einzelne Härtefälle kann die Frist bis 2028 verlängert werden.

Mit der in Kraft getretenen Verordnung sorgen wir nicht nur für mehr Tierwohl, sondern auch für Rechtssicherheit in der Legehennenhaltung. Der Ausstieg aus der Käfighaltung ist auch ein Ausdruck dafür, dass in Bezug auf die Haltung von Nutztieren ein Wertewandel stattgefunden hat."





Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Kristina Richter (Mars-Initiative Zukunft Heimtier), Christina Jantz-Herrmann (SPD), Tino Sorge (CDU), Dr. Christine Bothmann (Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) und Dr. Barbara Schöning (Gesellsch; Bildquelle: Michael Wittig

Forum Heimtier fordert einheitliche Tierschutzstandards

Wie das Zusammenleben von Menschen und Tieren besser funktionieren kann, darüber diskutierten Gäste aus Politik, Wissenschaft und Verbänden bei der 10. Arbeitssitzung des Forum Heimtier in den Räumen des Deutschen Bundestags
Weiterlesen

TVT

TVT lehnt Lokalanästhesie als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration ab

Jungebermast mit Impfung gegen Ebergeruch ist aus Sicht der Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz die beste Alternative
Weiterlesen

Bundestierärztekammer

Mehr Schutz fürs ungeborene Leben

Als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung bewertet die Bundestierärztekammer (BTK) den Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zur Änderung tierschutzrechtlicher Vorschriften, der am 19.5.2017 vom Bundestag angenommen wurde
Weiterlesen

TVT

Stellungnahme der TVT zum gesetzlichen Verbot der Schlachtung von Tieren in fortgeschrittenem Trächtigkeitsstadium

Der Bundestag hat mit der Mehrheit von CDU/CSU, SPD und Die Linke bei Ablehnung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ein Gesetz beschlossen, welches die Schlachtung von Tieren in fortgeschrittenem Trächtigkeitsstadium verbietet.
Weiterlesen

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF)

ZZF fordert zur Bundestagswahl 2017, den Versandhandel mit Tieren zu regeln!

Anlässlich der Bundestagswahl 2017 appelliert der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) an die im Bundestag vertretenen Parteien, den Versandhandel mit Tieren zu verbieten
Weiterlesen

gewerbliche Tierbörse

ZZF fordert gewerbliche Tierbörsen abzuschaffen!

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) fordert gemeinsam mit anderen Verbänden: Der Handel mit Tieren auf gewerblichen Tierbörsen soll verboten werden
Weiterlesen

Prof. Dr. Helene Richter; Bildquelle: WWU/Peter Grewer

Neue Professur für Verhaltensbiologie und Tierschutz an der WWU Münster

Dr. Helene Richter ist neue Professorin für Verhaltensbiologie und Tierschutz an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU)
Weiterlesen

[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...