Klement Tockner ist neuer Präsident des FWF

(30.05.2016) Berliner Institutsdirektor neuer Präsident des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF

Klement Tockner, Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, ist zum neuen Präsidenten des österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) gewählt worden. Der FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung.


Klement Tockner
Klement Tockner, Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei sowie Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin, ist der neue Präsident des Wissenschaftsfonds FWF.

Der FWF ist in Österreich die zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung, ähnlich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Deutschland. Auf Klement Tockner wartet eine verantwortungsvolle Aufgabe und eine große Herausforderung, gilt der FWF doch als chronisch unterfinanziert.

Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, gratuliert Klement Tockner zur Präsidentschaft: „Zu seinem neuen Amt als Präsident des österreichischen FWF gratuliere ich Klement Tockner, auch im Namen der Leibniz-Gemeinschaft, sehr herzlich.

Mit seiner exzellenten wissenschaftlichen Expertise und seiner langjährigen Erfahrung im wissenschaftspolitischen Kontext ist er bestens gerüstet für diese Herausforderung. Als engagierten Kollegen und hervorragenden Leiter eines unserer herausragenden Leibniz-Institute werden wir Klement Tockner in Berlin sehr vermissen, wünschen ihm gleichwohl viel Freude, Erfolg und eine glückliche Hand bei der Bewältigung seiner neuen Aufgaben.“

Klement Tockner hat mehr als acht Jahre lang das IGB geleitet, international ausgerichtet und nachhaltig geprägt.

Das Institut ist heute eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der Gewässerforschung, welche sich dem Schutz und der Nutzung der Binnengewässer widmet.

Der renommierte Ökologe ist Mitglied der deutschen Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

In seiner Zeit als Direktor des IGB hat er viele wichtige Forschungsinitiativen angestoßen, so beispielsweise den Bau des weltweit einzigartigen Seelabors am Stechlinsee, den interdisziplinären Forschungsverbund „Verlust der Nacht“ und eine globale Allianz zur Erforschung der biologischen Vielfalt der Binnengewässer.

Zudem hat er sich in zahlreichen Verbünden (so beispielsweise in der German Water Science Alliance) engagiert und so die nationale und internationale Umweltforschung nachhaltig mitgestaltet.

Klement Tockner verlässt seinen bisherigen Wirkungsort daher auch mit etwas Wehmut: „Die Einbindung in die facettenreiche  und international aufgestellte Berliner Wissenschaftslandschaft habe ich außerordentlich geschätzt. Dabei möchte ich ganz besonders die kollegiale Zusammenarbeit am IGB und innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft sowie die enge Kooperation mit den hiesigen Universitäten, vor allem mit der Freien Universität Berlin, hervorheben.

Das IGB steht auf einem festen Fundament und hat eine spannende Zukunft vor sich. Eine ausgesprochen offene Forschungskultur am Institut und hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hierfür verantwortlich“, so Tockner.

Auch der ehemalige Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und frühere Vorstandsvorsitzende des Berlin Institute of Health, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Th. Rietschel, wünscht als enger Weggefährte Klement Tockner für die neue Aufgabe viel Erfolg: „Klement Tockner hat mit seinen immer an wissenschaftlicher Exzellenz, gesellschaftlicher Relevanz und humanistischer Überzeugung orientierten Denk- und Handlungsweisen das IGB in eine international sichtbare Führungsposition gebracht.

Als Freund und Kollege wünsche ich ihm von Herzen, dass es ihm gelingen möge, den FWF ideell und materiell so zu stärken, dass dieser zukünftig in der europäischen Forschungsförderung einen Spitzenplatz einnehmen wird.“

Klement Tockner hat sich bei der Wahl zum Präsidenten des österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) in einem dreistufigen Auswahlverfahren bewährt.

Er tritt sein Amt als Präsident, gemeinsam mit vier Vizepräsidenten, spätestens zum 1. September 2016 an. Die Position ist auf vier Jahre befristet. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich.


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