WWF-Kamerafalle gelingt Erstnachweis von Wolf im Raum Sperenberg

(03.09.2011) Eine WWF-Kamerafalle hat im Raum Sperenberg/West-Brandenburg einen Wolf fotografiert. Damit ist der Erstnachweis für ein Canis lupus in der Region gelungen. „Dieser Nachweis zeigt erneut, wie wichtig es ist die deutschen Wolfsvorkommen genau zu untersuchen.

Nur so kann ein realistisches Bild von der Populationsentwicklung gelingen“, sagt Dr. Janosch Arnold, Referent Große Beutegreifer beim WWF Deutschland.

Durch die bei Tageslicht entstandenen Fotonachweise können Experten das Tier nun anhand von Fellmusterung und anderen äußerlichen Merkmalen identifizieren. Zusätzlich gelang eine Nachtaufnahme. Bisher ist nicht klar, ob es sich um einen oder um mehrere Wölfe handelt.

Es sei durchaus möglich, dass sich zwei Tiere im Gebiet aufhielten, so die Vermutung von Yvette Krummheuer, die für den WWF, in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) vor Ort das Wolfsmonitoring durchführt.

Bestätigt sei diese Annahme jedoch noch nicht. Im Rahmen der Untersuchungen konnten bisher mehrere Wolfslosungen gefunden werden, wovon 2 für genetische Untersuchungen geeignet sind. Die Losungsproben werden zur Untersuchung ins Naturkundemuseum Görlitz geschickt.

„Brandburg ist Wolfsland“, bekräftigt Arnold. „Die Rückkehr dieses Beutegreifers ist für das Land ein Gewinn und zugleich auch eine Herausforderung.“ Ziel sei es, ein reibungsloses Management der Wolfspopulation zu garantieren und Konflikte, etwa mit Schafshaltern und Jägern, zu vermeiden. „Der Wolf ist wieder ein Teil unserer Heimat geworden - und er soll es auch weiterhin bleiben“, so Arnold.




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