Mecklenburg-Vorpommern: Impfung von Rindern gegen BHV1-Infektion verboten

(22.07.2013) Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz informiert alle Rinderhalter des Landes, dass die Impfung gegen die Bovine Herpesvirus Typ 1-Infektion der Rinder seit dem 1. Juli 2013 im gesamten Landesgebiet verboten ist.

Ebenso dürfen ab diesem Datum nur noch BHV1-freie Rinder, die nicht gegen diese Infektion geimpft sind, in die Bestände eingestellt werden. Ausnahmen vom Impfverbot sind in bestimmten Einzelfällen möglich und müssen von den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämtern bei den Landkreisen und kreisfreien Städten zugelassen werden.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus macht deutlich, dass dies unerlässliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Erlangung des BHV1-freien Status nach Artikel 10 der Richtlinie 64/432/EWG sind.

"Die Endphase der Sanierung kann nur erfolgreich abgeschlossen werden, wenn diese Verbote strikt eingehalten werden", so der Minister.

Die Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verfolgen das Ziel einer gemeinsamen Beantragung der BHV1-Freiheit bei der EU-Kommission und haben dies in der vergangenen Woche in Magdeburg bekräftigt.

Die Anerkennung der BHV1-Freiheit bringt der Rinderproduktion nicht nur den Effekt der dauerhaften Verbesserung der Rindergesundheit und der Leistungsfähigkeit der Tiere.

Sie führt auch zu deutlichen Erleichterungen im Handel und einem Rückgang des bisherigen Untersuchungsumfangs. Rinder aus nicht Artikel 10-Regionen dürfen zum Schutz des erreichten Status nur unter Zusicherung von Zusatzgarantien in ein BHV1-freies Gebiet verbracht werden.

Bis zum 31. Dezember 2013 müssen auch die letzten Virusträger, die sogenannten BHV1-Reagenten, aus den wenigen, noch nicht BHV1-freien Beständen entfernt werden. "Werden die Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern nicht konsequent durchgesetzt oder durch einzelne Betriebe behindert, dann werden die anderen Länder nicht auf uns warten", so Minister Dr. Backhaus.

"Das können wir nicht tolerieren." Betroffene Rinderhalter müssen eng mit den zuständigen Amtstierärzten zusammenarbeiten und die Sanierungsvorgaben des Amtes ohne Zeitverzug einhalten. Lediglich in neun Milch- und Mutterkuhbetrieben befinden sich noch mehr als 100 Reagenten.




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