ICoRP - Internationale Tagung zu Atemwegserkrankungen

(05.11.2017) Vom 1. bis 3. November 2017 fand in Rostock die 1st International Conference on Respiratory Pathogens (ICoRP) statt. Die Tagung wurde gemeinsam von der Universität Greifswald und dem Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Insel Riems, organisiert.

Daran beteiligt waren das Graduiertenkolleg 1870 „Bakterielle Atemwegserkrankungen“ zusammen mit dem SFB-Transregio 34 „Pathophysiologie der Staphylokokken in der Post-Genom Ära“ und dem Projekt „KoInfekt“ der Landesexzellenzinitiative Mecklenburg-Vorpommern.


Bakterien und Viren bilden in den oberen Atemwegen komplexe mikrobielle Gemeinschaften. Dabei leben die natürlichen, nicht gefährlichen Mikroorganismen mit den potenziell gefährlichen Bakterien bzw. Viren im Einklang und verursachen im Allgemeinen keine Krankheitssymptome.

Neue Erreger oder Immunschwächen können allerdings zu schwerwiegenden Infektionen führen, die für eine weltweit hohe Krankheitshäufigkeit und Sterblichkeit verantwortlich sind. Pro Jahr schätzt die Weltgesundheitsbehörde (WHO) allein die Todesfälle durch die Grippeviren (Influenza A Viren) und Pneumokokken auf eine halbe Million bzw. 1,5 Millionen.

Eine vorausgehende oder gleichzeitige Atemwegsinfektion durch Viren oder Bakterien kann eine sekundäre bakterielle beziehungsweise virale Ko-Infektion begünstigen. Die ansteigenden Antibiotikaresistenzen bei Bakterien, wenig wirksame Impfstoffe oder das völlige Fehlen von Impfstoffen erfordern neue Strategien der Bekämpfung. Dafür müssen die Biologie der Erreger und die Pathogenese der Atemwegserkrankungen aber erst einmal verstanden werden.

Die internationale Tagung beleuchtete die aktuelle Forschung zu viralen und bakteriellen (Ko-)Infektionen der Atemwege, beispielsweise hervorgerufen durch Grippeviren (Influenza A Viren), Pneumokokken und Staphylokokken.

Experten sowie Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Schweden und den USA gaben Einblicke in ihre Forschung zu Virulenzstrategien, Ko-Infektionen, Infektionsimmunologie, Therapien und Impfstoffe sowie Technologien in der Infektionsforschung.


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