"Goldener Fressnapf 2010" geht an München

(09.12.2010) Bayern-Metropole ist Deutschlands hundefreundlichste Großstadt

Aus den Händen von Fressnapf-Sprecher Achim Schütz (links) erhält Münchens Oberbürgermeister Christian Ude den 'Goldenen Fressnapf 2010'. Über die Auszeichnung freuen sich auch Stadträtin Evelyne Menges; Bildquelle: Fressnapf/Jens Hartmann
Aus den Händen von Fressnapf-Sprecher Achim Schütz (links) erhält Münchens Oberbürgermeister Christian Ude den "Goldenen Fressnapf 2010". Über die Auszeichnung freuen sich auch Stadträtin Evelyne Menges
Das ist das Ergebnis einer Studie der Fachmarktkette Fressnapf, die diese Auszeichnung in diesem Jahr zum zweiten Mal verleiht.

Mit Platz zwei ist Hamburg der Bayern-Metropole dicht auf den Pfoten, gefolgt vom drittplatzierten Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen.

Der "Goldene Fressnapf" wird alljährlich an Städte verliehen, die sich mit dem größten Engagement für Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Freunde einsetzen. Dafür hat Fressnapf 40 Großstädte ab 200.000 Einwohnern in acht Bewertungskategorien untersucht. Zudem waren Fressnapf-Kunden und Hundehalter aufgerufen, via Internet die Hundefreundlichkeit ihrer Stadt zu bewerten.

Leinen los in der Dackel-Stadt

"Ich wäre traurig, wenn München diesen Preis nicht gewonnen hätte", erklärt Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. "Schließlich ist München nicht nur die Stadt der Löwen, sondern auch die Stadt der Dackel. Hier gehört der Preis hin, nicht zuletzt zu Ehren des kleinen Dachshundes, von denen es in München leider immer weniger gibt.“

Den Platz 1 auf dem Siegertreppchen der hundefreundlichsten Großstädte verdient sich München zuallererst durch die großzügige Auslegung der Leinenpflicht. Für das gesamte Stadtgebiet gibt es keinen generellen Leinenzwang. Viel Freilauf für Mensch und Tier – das zeichnet die Hundefreundlichkeit einer deutschen Großstadt aus.

Mit über 300 Kotbeutelspendern im Stadtgebiet hat München zudem im Städtevergleich die Schnauze vorn – und zeigt pragmatisch auf, wie das Problem der tierischen Hinterlassenschaften und Tretminen“ in den Griff zu kriegen ist.

Preiswert: Hundesteuer und Hunde in Bussen und Bahnen

Auch die Höhe der Hundesteuer, in anderen Städten oft das ärgste Übel aller Hundebesitzer, kann sich in München sehen lassen: Sie betrug zum Zeitpunkt der Fressnapf-Studie 77 Euro und war damit im Städtevergleich sehr gering. Zum neuen Jahr 2011 indes hat die Stadt München die Hundesteuer auf 100 Euro pro Jahr erhöht, bleibt damit aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der Vergleichsstädte: So erhebt beispielsweise Köln 156 Euro Hundesteuer für den ersten Hund.

Ein weiteres Plus für München: Der Transport eines Hundes in Bussen und Bahnen ist kostenlos. Nur für den zweiten und weitere Hunde entstehen Kosten von 1,20 Euro je Fahrt.

Abgerundet wird das Bild von Deutschlands hundefreundlichster Großstadt durch eine Vielzahl von Hundschulen, Hundevereinen und Hundehotels. Fressnapf belohnt Münchens Hundefreundlichkeit mit einer Spende von 5.000 Euro für ein Projekt, das die Situation der Hunde in München weiter verbessern soll.

Deutschlands Hundehalter hatten die Wahl

Erstmalig hatten Deutschlands Hundehalter bei der Erhebung selber die Chance, via Internet ihre Stimme für die Hundefreundlichkeit ihrer Großstadt abzugeben. In deren Augen erwiesen sich die Kriterien Leinenpflicht, Anzahl der Hundefreilaufflächen und Anzahl der Kotbeutelspender als wichtigste Faktoren für die Hundefreundlichkeit ihrer Stadt, gefolgt von den Kosten für den Hund in Bussen und Bahnen und den Kriterien Hundesteuer sowie der
Anzahl der Hundeschulen, Hundevereine und Hundehotels.

42 Prozent der Hundehalter bewerteten dabei ihre eigene Stadt als hundefreundlich“ oder sehr hundefreundlich“. Nur 28 Prozent gaben ihrer Stadt das Prädikat nicht hundefreundlich“ oder überhaupt nicht hundefreundlich“. Das ist ein positives Signal: Offensichtlich klappt das Miteinander von Mensch und Hund auch in der Enge des großstädtischen Lebens ganz gut“, erklärt Fressnapfs Unternehmenssprecher Achim Schütz.

Dass die Verbote und Maßregeln für Hunde in der Stadt nicht überhandnehmen und dass Städter mit und ohne Hund füreinander Verständnis zeigen und Rücksicht nehmen – das gilt es zu fördern.“

Tierische Begleiter in der City

Der Freund mit der kalten Schnauze gewinnt für seinen Menschen immer mehr an Bedeutung, ist längst geliebtes Mitglied der Familie. Er fasziniert, bespaßt, ist Begleiter und Beschützer, aber auch Seelentröster und Therapeut. Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit nur wenigen sozialen Kontakten ist der Hund unverzichtbarer Partner, der ihnen bedingungslos Aufmerksamkeit und Zuneigung schenkt.

Grund genug für Fressnapf, die Stadt zu ehren, die das zu schätzen weiß und besonders viel für das Hund-Mensch-Gespann tut. Die Auszeichnung "Goldener Fressnapf" soll ein Anreiz für andere Städte sein, mehr Engagement für Vierbeiner zu zeigen. Dazu Achim Schütz: "Unser Anliegen ist es, Deutschlands Städte und Gemeinden zu ermuntern, inmitten von Straßen und Plätzen eine Hundehaltung zu ermöglichen, die die Bezeichnung artgerecht und lebenswert verdient."

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