Gaston Moré - Nachwuchswissenschaftler aus Argentinien für ein Jahr am FLI

(24.02.2012) Seit kurzem forscht Dr. Gaston Moré aus La Plata, Provinz Buenos Aires in Argentinien, als Gastwissenschaftler im Institut für Epidemiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts am Standort Wusterhausen in der Arbeitsgruppe von Dr. Gereon Schares.

Dr. Gaston Moré (re.) und Dr. Gereon Schares; Bildquelle: FLI/Susann Schares
Dr. Gaston Moré (re.) und Dr. Gereon Schares
Hier versucht er, neue Verfahren zum Nachweis und zur Differenzierung von verschiedenen Sarcocystis-Arten beim Rind zu entwickeln. Der Forschungsaufenthalt von Dr. Moré wird durch ein Georg Forster-Stipendium für überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler der Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht.

Sarcocystis-Infektionen beim Rind verlaufen meist ohne Symptome, führen aber zur Ausbildung von Gewebezysten in der Muskulatur der Tiere. Eine der beim Rind vorkommenden Arten (Sarcocystis hominis) ist auf den Menschen übertragbar und kann zu schweren Durchfällen führen.

Ziel der Forschungsarbeit von Dr. Moré ist es, durch die Verbesserung des spezifischen Nachweises von Sarcocystis hominis Infektionsquellen aufzudecken und so zu helfen, wirksamere Maßnahmen zur Verhinderung der Infektion zu entwickeln.   

Dr. Moré ist 33 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder (4 und 8 Jahre alt). Er arbeitet an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität La Plata als Dozent und forscht über Parasiten.

In seiner Doktorarbeit (2005-2008) beschäftigte er sich mit der Antikörperantwort von Rindern gegen die einzelligen Parasiten Sarcocystis sp. und Neospora caninum.

Dr. Moré, der zunächst in Berlin an einem 8-wöchigen Deutschkurs teilnahm und seit Anfang Dezember am FLI ist, schätzt vor allem die sehr guten Arbeitsbedingungen am Friedrich-Loeffler-Institut.




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