Friedrich-Loeffler-Institut schließt Standort in Wusterhausen

(21.12.2013) Zum Jahresende 2013 schließt das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), seinen Standort Wusterhausen in Brandenburg. Das bisher dort ansässige Institut für Epidemiologie setzt seine Arbeit am Hauptsitz des FLI auf der Insel Riems fort.

Einige Arbeitsgruppen zogen bereits vorab um, als letzte folgten in diesem Monat einige Wissenschaftler und der Leiter des Instituts, Prof. Dr. Franz J. Conraths. Mehrere Nationale Referenzlaboratorien wurden innerhalb des FLI in andere Fachinstitute verlagert. Die bisher vom FLI genutzte Liegenschaft in Wusterhausen ist Eigentum des Landes Brandenburg.

“Mir ist bewusst, dass die Aufgabe des Standortes Wusterhausen für die früher dort tätigen Kolleginnen und Kollegen zusätzliche Bürden mit sich bringt. Für das konstruktive und zielgerichtete Herangehen an die erfolgreiche Umsetzung der im Forschungsrahmenkonzept von 1996 festgelegten Maßnahme bin ich allen Beteiligten sehr dankbar“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des FLI. Nach der Schließung des Standortes Wusterhausen umfasst das FLI weiterhin 11 Fachinstitute, nun aber an nur noch 5 Standorten.

Das Nationale und OIE-Referenzlaboratorium für Tollwut sowie das Kollaborationszentrum der Weltgesundheitsorganisation für Tollwut zogen bereits Mitte 2012 zur Insel Riems und wurden in das Institut für Molekularbiologie integriert. Die Referenzlaboratorien für Verotoxin-bildende E. coli sowie Q-Fieber und Trichomonadenseuche der Rinder wurden Ende September 2013 an den FLI-Standort Jena verlagert.

Anfang der 1960er Jahre wurde in Wusterhausen eine Bezirkstierklinik etabliert und 1971 in ein Bezirksinstitut für Veterinärwesen (BIV) umgewandelt. Im Jahre 1975 wurden das BIV Wusterhausen und das BIV Potsdam zusammengeschlossen. Daraus ging das Staatliche Institut für Epizootiologie und Tierseuchenbekämpfung (SIFET) beim Ministerium für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR hervor, das am 1.1.1985 seine Arbeit aufnahm.

Nach der Wiedervereinigung wurde das SIFET in die damalige Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV; heute Friedrich-Loeffler-Institut) überführt und es wurden am Standort Wusterhausen die Institute für Epidemiologie und für Epidemiologische Diagnostik gegründet, die 2003 im Institut für Epidemiologie zusammengeführt wurden.

Im Rahmen des Entwicklungskonzeptes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, zu dem das FLI gehört, ist bis zum Ende des Jahrzehnts die Konzentrierung der FLI-Institute auf drei Standorte vorgesehen. Mit der Aufgabe der Standorte Tübingen (Ende 2011) und Wusterhausen sind die Verlagerungen zum Hauptsitz Insel Riems abgeschlossen.

Darüber hinaus ist die Zusammenlegung der Institute für Nutztiergenetik (Mariensee bei Neustadt a. Rübenberge), Tierernährung (Braunschweig) sowie Tierschutz und Tierhaltung (Celle) in Mariensee geplant. Der Standort Jena bleibt mit zwei Fachinstituten bestehen.




Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Strahlende Gesichter nach der Preisverleihung: V.l.n.r. Gerfried Zeller (1. Vorsitzender des FLI-Fördervereins), Christian Menge (Standortleiter FLI Jena), Stefan Schwarz (ehemals Institut für Nutztiergenetik, Betreuer Doktorarbeit M. Entorf), K; Bildquelle: FLI

Förderpreis 2017 für Nachwuchswissenschaftler vergeben

Am 13. Juni wurden die diesjährigen Förderpreise vom Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) an sieben Nachwuchswissenschaftler vergeben
Weiterlesen

Dr. Gerfried Zeller, 1. Vorsitzender des Fördervereins des Friedrich-Loeffler-Instituts e.V., Dr. Rolf Pietschke, Präsident der Landestierärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des Frie

Alte und neue Vorstände trafen sich beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts e.V. auf der Insel Riems

Im Rahmen der 26. Mitgliederversammlung des Fördervereins des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems begrüßte Herr Dr. Gerfried Zeller, Vorsitzender des Vereins, ganz besonders herzlich Herrn Dr. Dieter Lütticken als Gründungsvorsitzenden und Mit-Initiator des Fördervereins
Weiterlesen

FLI

Wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltung und Mitgliederversammlung des Fördervereins des FLI e.V.

Der Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) lädt zu einer wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltung am 13.06.2017 ein
Weiterlesen

Merial

Neue aktualisierte „Leitlinie zur Impfung von Kleintieren“ der StiKoVet seit 12.12.2016

Im Dezember 2016 wurden die aktuellen und überarbeiteten Impfempfehlungen für Katzen, Hunde, Frettchen und Kaninchen durch die unabhängigen Experten der Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Löffler-Institut veröffentlicht
Weiterlesen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kickoff-Meetings im Paul-Ehrlich-Institut; Bildquelle: PEI

EU-Projekt zur Entwicklung von Impfstoffen gegen das Krim-Kongo-Fieber-Virus (CCHFV) gestartet

Am 25. und 26. Januar 2017 fand im Paul-Ehrlich-Institut das zweitägige Kick-off-Meeting zu CCHFVaccine – einem multinationalen und transdisziplinären Forschungsprojekt – statt
Weiterlesen

Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)

Kurzköpfige Hunde und Katzen – niedlich oder gequält?

Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Oechtering am 09.03.2017 ab 18:00 Uhr an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Weiterlesen

Bundeslandwirtschaftsministerium

Zentraler Krisenstab Tierseuchen koordiniert Maßnahmen zur Vogelgrippe

Unter Beteiligung der Länder, des Friedrich-Loeffler-Instituts, Vertretern der Wirtschaft und Experten des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist der Krisenstab am späten Nachmittag des 12. November 2016 zu einer ersten Koordinierungsrunde zusammengetreten
Weiterlesen

Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)

Hochpathogene aviäre Influenza vom Typ H5N8 bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein festgestellt

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt die Infektion von Wildvögeln mit hochpathogener aviärer Influenza (Geflügelpest) vom Subtyp H5N8 in Plön, Schleswig-Holstein
Weiterlesen

Schwein als Infektionsmodell, die Erreger für monokausale Infektionen/Koinfektionen   ; Bildquelle: FLI

KoInfekt - Exzellenzinitiative hilft Mensch und Tier im Kampf gegen gefährliche Mischinfektionen

Aufklärung der Pathomechanismen bakto-viraler Koinfektionen mit dem Schwein als neuem biomedizinischen Modell
Weiterlesen

[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...