Gefahren und Risiken beim Lebensmittel Fisch - Fortbildung für tierärztliche Sachverständige aus gesamtem Bundesgebiet in Cuxhaven und Bremerhaven

(18.10.2012) Bei Aufzucht, Verarbeitung und Lagerung von Fisch müssen höchste Standards eingehalten werden. Eine kompetente amtliche Lebensmittelkontrolle ist unerlässlich.

Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) Um sich über aktuelle Trends in der Fischbranche, die Anforderungen bei der amtlichen Kontrolle von be- und verarbeitenden Betrieben und Untersuchungstechniken in diesem Spezialbereich der Lebensmittelproduktion zu informieren, treffen sich ab morgen mehr als 50 tierärztliche Sachverständige aus ganz Deutschland zu einer dreitägigen Fortbildung in Cuxhaven.

Eingeladen zu dem bundesweit einzigartigen Seminar hat das Fischkompetenzzentrum Nord der Länder Niedersachsen und Bremen - eine Arbeitsgemeinschaft des zum Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) gehörigen Institutes für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven sowie der fischspezifischen Teilbereiche des Lebensmitteluntersuchungsamtes (LUA) Bremen und des Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienstes Bremen (LMTVet).

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Vorstellung und Diskussion von Konzepten für amtliche Kontrollen von Betrieben, die Fisch in jeder nur denkbaren Form zu Lebensmitteln verarbeiten sowie aktuelle Gefahrenpotentiale und Risiken bei ausgewählten Herstellungsprozessen und Produkten.

Neben Vorträgen zu rechtlichen und praktischen Fragen der Untersuchung und Überwachung werden Führungen durch ausgewählte Betriebe in Cuxhaven und Bremerhaven durchgeführt.

„In diesem Jahr legen wir besonderes Augenmerk auf Produkte aus Aquakulturbetrieben", erläutert Edda Bartelt, Leiterin des Instituts für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven.

Während das Fangvolumen der Meeresfischerei seine Grenzen erreicht hat, nimmt die Bedeutung der Aquakultur an der globalen Versorgung mit Fisch, Krusten-, Schalen- und Weichtieren kontinuierlich zu. „Erzeugnisse aus Aquakultur bestimmen mittlerweile den Alltag der amtlichen Untersuchung", so Edda Bartelt. Die amtliche Lebensmittelüberwachung prüft u.a. regelmäßig auf Tierarzneimittelrückstände oder gegen Parasiten wirkende Mittel.

Ein zentraler Gesichtspunkt nicht nur für Produkte aus Aquakultur ist nach wie vor die Beachtung der geltenden Hygieneanforderungen, die schon bei der Aufzucht von Fisch greifen und ebenso die spätere sachgerechte Verarbeitung und Lagerung betreffen.

Zu den Hygienevorschriften der Europäischen Gemeinschaft haben Sachverständige des LAVES zusammen mit ihren bremischen Kooperationspartnern sowie Vertretern aus den kommunalen Veterinärbehörden in Niedersachsen Ausführungshinweise für deren Umsetzung in der Praxis erarbeitet, die auch bundesweit Beachtung gefunden haben.

Weitere Fachthemen sind unter anderem die Untersuchung von Fisch und Fischereierzeugnissen auf Schwermetalle, der Befall von Wildfisch mit Parasiten, die Differenzierung von Fischarten oder auch die Radioaktivitätsuntersuchungen.

Termin: 17. - 19. Oktober 2012

Ort: Fischkompetenzzentrum Nord (FKN)

Bremerhaven und Cuxhaven




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