Fassaden und Dach des Gerlachbaus und der Schlachtehalle werden restauriert

(12.02.2015) Dank des großzügigen Engagements der Hermann Reemtsma Stiftung (HRS) und der Stiftung Humboldt-Universität (SHU) werden Fassaden und Dach des so genannten Gerlachbaus und der Schlachtehalle auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) restauriert.

Die Fördervereinbarung zwischen den beiden Stiftungen und der HU wurde am 12. Februar 2015 feierlich besiegelt.

Gerlachbau und Schlachthalle gehören zum Tieranatomischen Theater, das im Volksmund auch „Trichinentempel“ genannt wird. Es ist das älteste erhaltene akademische Lehrgebäude Berlins.

Im Oktober 2012 konnte das Tieranatomische Theater nach siebenjähriger Restaurierung wieder eröffnen – ebenfalls dank der Unterstützung durch die HRS und die SHU.


Tieranatomisches Theater mit Gerlachbau

Für die Wiederherstellung des Tieranatomischen Theaters hatte die HRS bereits eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Wegbegleiter der Sanierung des Gebäudeensembles von Beginn an ist die Stiftung Anatomisches Theater der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).

Im restaurierten Gerlachbau entstehen Infrastrukturen für Forschung und Lehre, die sowohl inhaltlich als auch räumlich mit den bereits sehr erfolgreichen und innovativen Ausstellungen im Tieranatomischen Theater verknüpft sein werden. Das Bauvorhaben soll nach derzeitigem Planungsstand Ende 2018 abgeschlossen sein.

Zur Geschichte des Gebäudeensembles

1787 verfügte König Friedrich Wilhelm II die Errichtung einer Tierarzneischule zur Verbesserung der Preußischen Kavallerie und zur Bekämpfung von Tierseuchen. Carl Gotthard Langhans, Lieblingsarchitekt des Königs, schuf ein einzigartiges Bauwerk, dessen Hörsaal mit seinen aufsteigenden Sitzreihen an ein antikes Amphitheater erinnert.

Schon 1790 war die Forschungseinrichtung für die dringend gebrauchten Tierärzte fertig gestellt. Etwa 80 Jahre später wurde ein Erweiterungsbau notwendig, um Platz für die wissenschaftlichen Sammlungen und eine Obduktionshalle zu schaffen.

Mit einem kleinen Brückenbau als Verbindung zum Tieranatomischen Theater errichtete Julius Emmerich 1874 den Gerlachbau. 1935/36 erweiterte Walter Wolf die Einrichtung um die Schlachthalle. Beide Architekten übernahmen die wesentlichen Gestaltungselemente Carl Gotthard Langhans‘ und so entstand ein einzigartiges Gebäudeensemble in der Mitte Berlins.

Es liegt in den ehemaligen Reußschen Gärten, im geschützten Innenhof des heutigen lebenswissenschaftlichen Campus Nord der HU.




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