Programm zur Verbesserung der Eutergesundheit in Milchviehherden

(14.05.2012) Der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ), Bonn, sowie die Fachhochschule Hannover, Abteilung Bioverfahrenstechnik – Mikrobiologie, starten ein deutschlandweites Programm zur Verbesserung der Eutergesundheit in Milchviehherden.

Finanziell unterstützt wird dieses über drei Jahre laufende Vorhaben durch das Programm zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Ziel des Vorhabens ist es, das Vorkommen von Eutergesundheitsstörungen deutlich zu reduzieren und die damit einhergehenden Milchverluste und Kosten zu senken. Damit soll die Ressourceneffizienz in der Milcherzeugung erhöht werden.

In dem Projekt wird auf zwei sich ergänzenden Ebenen gearbeitet. Auf der ersten Ebene werden die Voraussetzungen geschaffen, um auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der bereits verfügbaren Proben und Daten der Milchleistungsprüfung klare Handlungsempfehlungen zur Reduzierung der Mastitisprävalenz für landwirtschaftliche Betriebe und ihre betreuenden Tierärzte zu geben.

Hierzu werden im Vorfeld Milcherzeuger und Tierärzte hinsichtlich ihrer Vorgaben und Wünsche zur Informationsbereitstellung einbezogen. Bereitgestellte Datenanalysen sollen vor allem die Kommunikation zwischen Landwirten und Haustierärzten anregen und verbessern.

Auf der zweiten Ebene soll eine standardisierte Methode der Zelldifferenzierung von in der Milch vorkommenden somatischen Zellen entwickelt werden.

Hierauf aufbauend ist es das Ziel eine innovative Hochdurchsatzmethode auf der Basis bestehender Routinegeräte zur Zellzahlbestimmung zu entwickeln, welche die Zelldifferenzierung in Proben aus der Milchleistungsprüfung erlaubt.

Mit den ermittelten Analysenergebnissen sollen zusätzliche neue Diagnose- und Prognose-Werkzeuge zur Erkennung und Bewertung subklinisch erkrankter Kühe für die Unterstützung von Managemententscheidungen geschaffen werden.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Hannover und den Mitgliedern des DLQ, das heißt aller deutscher Landeskontrollverbände, Milchprüfringe sowie der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung, ergibt sich in dem Vorhaben eine Netzwerkstruktur, die einen zeitnahen Erkenntnistransfer aus der Wissenschaft in die Praxis sicherstellt.

So werden durch den DLQ die Projektergebnisse den Milcherzeugern in ganz Deutschland flächendeckend zur Verfügung gestellt.

www.dlq-web.de




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