Dioxin im Futtermittel: Über 1000 Betriebe gesperrt

(03.01.2011) Angesicht der Funde von Dioxin in Futtermitteln hebt der Deutsche Bauernverband (DBV) die Wichtigkeit einer kettenübergreifenden Qualitätssicherung von der Stufe der Futtermittlerherstellung bis in die Ladentheke hervor.

Dadurch, dass die Rückverfolgbarkeit und der Informationsfluss innerhalb des QS-Systems gegriffen habe, seien die Abnehmer unmittelbar informiert und fragliche Rohwaren und hergestellte Mischfuttermittel sofort gesperrt worden. Dennoch müsse verhindert werden, dass landwirtschaftliche Betriebe durch Vermarktungsverbote in Existenz bedrohende Situationen kommen. Verursacher haben ohne wenn und aber für den  entstandenen Schaden einzutreten, erklärte der DBV.

Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Untersuchung von Einzel- und Mischfuttermitteln auf Dioxin fester Teil des QS-Futtermittelmonitorings ist. Auch der schleswig-holsteinische Futtermittelbetrieb hatte durch Eigenkontrolle die überhöhte Dioxinbelastung festgestellt. 

Ein holländischer Händler hat diesem schleswig-holsteinischen Futtermittelhersteller dioxinbelastete Fettsäuren geliefert, die von einer Biodieselanlage der Petrotec AG stammen.

Die Fette wurden gesetzeswidrig zu Futtermitteln verarbeitet und gelten als Ursache für verseuchte Eier und Geflügelfleisch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Bislang wurden rund 1.000 Betrieb gesperrt, die jetzt intensiv überprüft werden müssen.

www.bauernverband.de


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