Deutschland fördert Ebola-Forschung

(27.09.2016) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt den Kampf gegen das Ebola-Virus in West-Afrika in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 1,68 Millionen Euro.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat heute unter Anwesenheit seines Amtskollegen aus Sierra Leone, Monty Jones, und der Botschafterin Guineas, I. E. Fatoumata Balde, den Förderbescheid für das internationale Forschungsprojekt "Ebola Foresight: Die Bedeutung von Nutz-, Haus- und Wildtieren als Infektionsquelle für Ebolaviren" übergeben.


Bundesminister Schmidt mit seinem Amtskollegen aus Sierra Leone, Professor Monty Patrick Jones

An dem vom BMEL finanzierten Kooperationsprojekt sind neben dem Friedrich-Loeffler-Institut Forschungseinrichtungen in Westafrika beteiligt: das Sierra Leone Agricultural Research Institute, die Njala University in Sierra Leone und das Pasteur-Institut in Conakry in Guinea.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: "Ebola ist eine vom Tier auf Menschen übertragbare Krankheit, wobei verschiedene Tierarten dem Virus als Reservoir und Überträger für neue Seuchenausbrüche dienen können.

Man weiß aber noch viel zu wenig über die Rolle der verschiedenen Viruswirtstiere und die genauen Übertragungswege, um belastbare Vorhersagen und effektive Präventivmaßnahmen treffen zu können.

Hier soll das Forschungsvorhaben neue Erkenntnisse liefern. Außerdem sollen neue, vor Ort leicht handhabbare Testverfahren entwickelt werden, mit denen Ebola- und verwandte Viren schneller entdeckt werden können."

Der Ausbruch des Ebolavirus 2014/2015 in West Afrika war mit mehr als 28.000 Krankheitsfällen beim Menschen und mehr als 11.000 Todesfällen in Guinea, Sierra Leone und Liberia der schwerste bisher. In diesen Ländern gab es ein ungeheures Maß an menschlichem Leid und massive sozio-ökonomischen Schäden.

Obwohl die Internationale Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 29. März dieses Jahres die gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften von 2005 beendete, ist es extrem schwierig vorauszusagen, ob und wann solch ein Ausbruch wieder geschehen könnte.

Das von BMEL zu 100% geförderte internationale Forschungskooperationsprojekt "Ebola Foresight" soll dazu beitragen, Wissenslücken zur Epidemiologie zu schließen und mit neuen Diagnoseverfahren auf drohende Seuchenausbrüche künftig schneller reagieren zu können.

Bei seinen Fördermaßnahmen legt das BMEL besonderen Wert auf den Aufbau langfristiger und tragfähiger Partnerschaften zwischen deutschen und entsprechenden Agrar- und Ernährungsforschungseinrichtungen in den Zielländern.

Im Rahmen des Projekts ist daher auch vorgesehen, dass Nachwuchswissenschaftler aus Sierra Leone und Guinea Forschungsaufenthalte in Deutschland absolvieren können.


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