Deutsch-tunesische Zusammenarbeit bei Lebensmittelsicherheit

(16.05.2022) Leitung der tunesischen Lebensmittelsicherheits-Behörden zu Gast beim BVL und BfR

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Im Rahmen eines Projekts zur Stärkung der Lebensmittelsicherheit und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Tunesien sind die beiden tunesischen Behörden für Lebensmittelsicherheit, vertreten durch Dr. Mohamed Rabhi (Instance Nationale de la Sécurité Sanitaire des Produits Alimentaires, INSSPA) und Sonia Khayat (Agence Nationale d‘Évaluation du Risque, ANCSEP/ANER), in der Woche vom 16. bis 20. Mai mit einer Delegation von Fachleuten ihrer Einrichtungen und begleitet durch eine Vertreterin des tunesischen Gesundheitsministeriums zu Gast beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Behörden im Bereich des gesundheitlichen Verbraucherschutzes weiter zu vertiefen.

Die tunesischen Gäste aus den Partnerbehörden INSSPA und ANCSEP/ANER erhalten während ihres Besuchs praktische Einblicke in die behördlichen Verfahren und Methoden zur Stärkung der Lebensmittelsicherheit in Deutschland.

So haben die Gäste die Gelegenheit, die Europäischen und die Nationalen Referenzlaboratorien von BfR und BVL sowie die Studienküche in Berlin-Marienfelde zu besichtigen und sich bei einem Besuch des BVL-Lagezentrums zu Fragen des Krisenmanagements im Bereich Lebensmittelsicherheit auszutauschen.

„Die Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement ist eine Lehre aus der BSE-Krise, die sich erfolgreich bewährt und in Deutschland zu einem hochqualitativen Lebensmittelsicherheitssystem geführt hat", sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

„Wir unterstützen die tunesische Regierung mit Wissen und Erfahrung im Umgang mit Stolpersteinen, um vergleichbare staatliche Strukturen im gesundheitlichen Verbraucherschutz aufzubauen."

„Ich freue mich, unsere Projektpartner erstmals in Berlin zu empfangen“, betont BVL-Präsident Friedel Cramer. „Gern beraten und begleiten wir unsere Kolleginnen und Kollegen im Verlauf der nächsten Projektjahre bei der Ausarbeitung von praktischen Lösungen für Tunesien. Denn Lebensmittelsicherheit schaffen wir nur gemeinsam – und dafür steht dieses Projekt.“

Bis zum Ende der Woche sind weitere Fachgespräche zu der behördlichen Infrastruktur und den Arbeitsabläufen im Bereich Lebensmittelsicherheit in Deutschland geplant, unter anderem mit Vertretern des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).




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