Bundesverdienstkreuz für Tierärztin Sabine Häcker

(09.11.2015) Seit 23 Jahren engagiert sich die Tierärztin und Hundetrainerin Sabine Häcker im Verein „Hunde für Handicaps“ ehrenamtlich dafür, dass Menschen mit Behinderungen einen ausgebildeten Assistenzhund bekommen.

Dafür wurde die Wahlberlinerin mit Wurzeln in Schwaben jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Assistenzhunde schenken Lebensqualität: Die vierbeinigen Helfer begleiten ihren kranken oder behinderten Halter im Alltag, helfen bei Tätigkeiten wie Anziehen oder Wäsche aufhängen und ermöglichen so ein selbstständiges und mobiles Leben.


Sabine Häcker vom Verein ‚Hunde für Handicaps‘ (r.) hat die Auszeichnung von Bundesministerin Andrea Nahles entgegen genommen

„Es ist sehr beeindruckend, wie die Hunde behinderungsbedingte Einschränkungen ausgleichen und eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe fördern“, sagt Sabine Häcker.

In ihrem bereits 23 Jahre andauernden Engagement für den Verein „Hunde für Handicaps“, davon die vergangenen acht Jahre im Vorstand, hat die Tierärztin und Hundetrainerin dazu beigetragen, dass Dutzende Tiere zu zuverlässigen Assistenzhunden ausgebildet wurden und mehr als 20 Mensch-Hund-Teams zusammenfinden konnten.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz bekam Sabine Häcker nun von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ überreicht.

„Erst das bürgerschaftliche, unbezahlte, im wahrsten Sinne des Wortes auch unbezahlbare Engagement von Menschen für Menschen macht das Leben in unserem Land lebenswert“, sagte die Ministerin in ihrem Grußwort.

In der Begründung für die Auszeichnung heißt es weiter: „Die Kosten für Behinderten-Begleithunde werden – im Unterschied zu Blindenführhunden – nicht erstattet, so dass sich der Verein allein durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren muss.

Dennoch gelingt es ‚Hunde für Handicaps‘ dank des ehrenamtlichen Engagements von Sabine Häcker und ihren Verbündeten, internationale Ausbildungsstandards zu erfüllen.“

Bei dem Festakt im Berliner Kulturzentrum Kleisthaus, der von Johannes B. Kerner moderiert wurde, waren auch die Vorstands- und einige Gründungsmitglieder von „Hunde für Handicaps“ dabei sowie langjährige Wegbegleiter und Unterstützer wie Rolf Zepp, früherer Sprecher von Mars Petcare.

„Diese Anerkennung gilt eigentlich allen Aktiven, Freunden und Unterstützern von ‚Hunde für Handicaps‘“, sagte Häcker nach der Verleihung.

„Ich bin stolz und auch ein wenig beschämt, dass mir die Ehre zuteil wird, sie entgegen zu nehmen – schließlich macht uns nur unser gemeinsames Wirken zu dem, was wir sind: Ein kleiner Verein, der dazu beigetragen hat, eine große Idee – nämlich den Einsatz von Assistenzhunden – in die Mitte der Gesellschaft zu bringen!“




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