Bienenprojekt der Uni Trier erhält Umweltpreis

(03.11.2016) Bee.Ed – das Bienenprojekt der Universität Trier ist am 3. November 2016 mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert.

Er ging zu gleichen Teilen an drei Gewinner, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden. Den Umweltpreis erhielten außerdem CVJM Pfalz für das Umweltbildungsprogramm „Wir machen den Wald begreifbar“ und die Umweltabteilung der Kreisverwaltung Donnersbergkreis für die Idee des „Schülerumweltparlaments“.


Prof. Andrea Möller (Dritte von rechts) nimmt den Umweltpreis für BeeEd in Empfang.

„Umweltschutz braucht engagierte Menschen, Unternehmen und Initiativen. Die Preisträger des Umweltpreises zeigen eindrucksvoll, wie mit kreativen Ideen der Umweltschutzgedanke noch tiefer in der Gesellschaft verankert werden kann“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Vergabe.

Die ausgezeichneten Projekte seien vorbildliche Beiträge der Umweltbildung und Teilhabe am kommunalpolitischen Handeln.

Das von Prof. Dr. Andrea Möller an der Universität Trier entwickelte Projekt Bee.Ed, das „Bildung durch die Biene“ betreibe, sei bundesweit einmalig, sagte die Ministerin. „Bienen werden generationsübergreifend als konkretes Bildungsmittel aus der Natur für Bildungsziele nachhaltiger Entwicklung genutzt. Die Idee ist verblüffend einfach wie genial“, so Ulrike Höfken.

Bee.Ed“ steht für „Be(e) Educated, was so viel bedeutet wie „Sei gebildet durch die Biene“. Es ist aber auch eine Anspielung auf den „Bachelor of Education“ (BEd.), den Studienabschluss der künftigen Biologie-Lehrkräfte. Das Projekt fußt auf der Initiative einer Hochschulgruppe der Studierenden Ana Luckas und Sam Butterick zur Bienenhaltung an der Universität Trier.

Bee.Ed schafft eine einzigartige Verbindung zwischen Bildungsangeboten für nachhaltige Entwicklung für Schülergruppen, Studierende, Lehrkräfte und Erzieher sowie biologiedidaktischer Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.

Schüler beschäftigen sich am Bee.Ed-Lehrbienenstand und im Trachtgarten in unterschiedlichen Lernmodulen mit Themen rund um die Honig- und Wildbiene.

Lehramtsstudierende betreuen die Schüler und sammeln so bereits in ihrer ersten Ausbildungsphase pädagogische Praxiserfahrung und werden für ihre wichtige Multiplikatorenrolle in der Umweltbildung sensibilisiert und ausgebildet.

Die Studierenden entwickeln die didaktischen Materialien selbst, die wissenschaftlich auf ihre Lernwirksamkeit sowie ihre positive Einflussnahme, z. B. auf das Umweltinteresse und Umweltverhalten der Kinder und Jugendlichen, überprüft werden.

Fachdidaktische Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und Erzieher zum Thema Bienen in der Umweltbildung setzen den Gedanken der Unterstützung für BNE-Multiplikatoren auch nach der Ausbildung fort und stellen bedarfsspezifisches Unterrichtsmaterial zur Verfügung.





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