Land Hessen investiert 2,5 Millionen Euro in das Bieneninstitut Kirchhain

(24.07.2013) Um die Funktionstüchtigkeit und Effizienz des Bieneninstituts Kirchhain zu sichern, investiert das Land Hessen in den kommenden Monaten rund 2,5 Millionen. Das Geld fließt in die umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestands und in den Neubau eines Imkereiwirtschaftsgebäudes.

„Mit diesen Investitionen wollen wir die Leistungsfähigkeit des Instituts sichern und ausbauen“, sagte Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich bei ihrem Besuch in Kirchhain.

Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur CO2-neutralen Landesverwaltung ist die energetische Sanierung älterer Gebäude. Hierzu wurde das Bieneninstitut als eines der ersten Projekte ausgewählt. „Wir wollen die energetische Sanierungsquote deutlich zu steigern. Denn gerade im Altbau gibt es große Energie- und damit auch – Kosteneinspartpotenziale“, sagte Puttrich.

Ein weiterer Schwerpunkt der Baumaßnahmen am Institut liegt im Neubau der Imkerei. Seit dem Einzug des Bieneninstituts 1966 in das ehemalige Landwirtschaftsschulgebäude in der Erlenstrasse in Kirchhain wurden seine Aufgabenstellung und der Umfang der Versuchsbienenhaltung deutlich ausgeweitet und die gängigen Arbeitstechniken erheblich verändert.

Die damals im Wesentlichen im Kellerbereich des Hauses eingerichteten Wirtschaftsräume zur Honiggewinnung, Wachsverarbeitung und Königinnenaufzucht sind für die heutigen Ansprüche viel zu beengt.

Zusätzlich fehlen dem Institut in erheblichem Maße Lagerkapazitäten für die Erweiterungszargen der heutzutage frei aufgestellten, nicht wie früher in Bienenhäusern untergebrachten Bienenkästen. Damit das Bieneninstitut seine Ausbildungs- und Versuchsaufgaben weiterhin am Standort Kirchhain wahrnehmen kann, ist daher der Neubau eines etwa 400 Quadratmeter großen Wirtschaftsgebäudes erforderlich.

„Bis 2015 wird in Kirchhain eine moderne Einrichtung zur Honiggewinnung und Wabenlagerung entstehen, die allen Qualitätsstandards der heutigen Lebensmittelerzeugung gerecht wird“, sagte Puttrich.

Aktuell gibt es in Hessen etwa 50.000 Bienenvölker in der Hand von etwa 7.000 meist privaten Hobbyimkern. Daneben existieren aber auch etwa 30 Berufsimker, die mit bis zu 600 Völkern wandern und gezielt Bestäubungsdienstleitungen anbieten.

„Dank der engagierten Nachwuchsarbeit in vielen lokalen Vereinen und durch den Verband Hessischer Imker ist es in letzter Zeit gelungen, jährlich etwa 600  neue Bienenhalterinnen und -halter zu gewinnen. Seitens des Landes gilt es mitzuhelfen, die neuen Imker fachlich auszubilden und bei allen auftretenden Problemen angemessen zu betreuen. Dies ist eine große Herausforderung.“, sagte Puttrich.

Das Bieneninstitut leiste hierbei einen unschätzbar wichtigen Beitrag. Das Institut sei den meisten Imkern im Lande als zentrale Anlaufstelle in diesem Bereich gut vertraut und genieße bundesweit hohe Anerkennung.

„Neben der Theorie braucht erfolgreiche Imkerei praktisches Training und  technische Unterstützung. Das Institut dient daher nicht nur als Schule, sondern bewirtschaftet rund 300 eigene Bienenvölker, führt in seinem Labor Untersuchungen zu relevanten Bienenkrankheiten durch und ist in verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingebunden“, erläuterte die Ministerin abschließend.




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