Zweite BfR-Summer School zum Thema Lebensmittelsicherheit

(12.08.2013) Bis zum 23. August 2013 setzen sich 33 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Asien, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Europa mit den Themen Risikobewertung und Risikokommunikation auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit auseinander.

„Aufgrund der weltweiten Warenströme muss auch die Lebensmittelsicherheit global betrachtet werden“, erläutert BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei der BfR Summer School können die Teilnehmer miteinander vernetzt arbeiten und mehr über das europäische System der Risikobewertung und Risikokommunikation erfahren.“

Die BfR-Summer School soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage versetzen, nicht nur selbst Risikobewertungen durchzuführen, sondern dieses Wissen auch in ihrer Heimat weiterzugeben. In der ersten Woche werden Grundlagen der Bewertung von Risiken sowie ein Einblick in die deutschen und europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen vermittelt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, Ausmaß und Relevanz eines Risikos verbrauchergerecht zu kommunizieren, zum Beispiel mit Hilfe eines Risikoprofils. Ein Themenblock ist der toxikologischen Charakterisierung gewidmet, die für die Bewertung von Chemikalien unabdingbar ist. In der zweiten Woche stehen Workshops zur Bewertung von Rückständen, Kontaminanten und mikrobiologischen Agenzien auf dem Programm.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus zwölf Staaten, darunter China, Südkorea, Indonesien, Saudi Arabien und Brasilien. Sie arbeiten zumeist bei staatlichen Einrichtungen, die sich mit dem Thema Lebensmittelsicherheit befassen.

Die Veranstaltungen werden von Expertinnen und Experten des BfR, des Max Rubner-Instituts (MRI), der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) geleitet. Zudem wurden Referenten des Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM), Niederlande, und der Danmarks Tekniske Universitet (DTU), Dänemark, gewonnen.

Weltweit importieren und exportieren die meisten Staaten Lebens- und Futtermittel in größerem Ausmaß. Gleichzeitig nimmt die Vielfalt der Lebensmittel stetig zu, so dass auch die Anforderungen an die wissenschaftliche Bewertung und Kommunikation möglicher Risiken steigt.

Die hohen europäischen Standards, die Vorschriften und das Wissen hinsichtlich der Qualität, Sicherheit und Hygiene von Lebensmitteln sind daher von besonderem Interesse, wenn es darum geht, global gehandelte Produkte sicherer zu machen. Die BfR-Summer School soll dazu beitragen, das europäische System der Risikobewertung weltweit zu verbreiten und die Standards zu harmonisieren.

Die BfR-Summer School fand zum ersten Mal 2012 statt und soll jährlich fortgeführt werden. Mit der Summer School erweitert das BfR seine Arbeit auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung von Expertinnen und Experten der Risikobewertung und der Risikokommunikation auf internationalem Gebiet.




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