Berliner Zoo und Tierpark und das IZW kooperieren

(25.08.2014) Die zukünftige Entwicklung von Zoo und Tierpark Berlin wird, unterstützt durch das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), wissenschaftliche Erkenntnisse und Artenschutz-Aspekte stärker miteinbeziehen.

Darauf einigten sich der neue Direktor des Berliner Zoos und Tierparks, Dr. Andreas Knieriem und Prof. Dr. Heribert Hofer, Direktor des  IZW.

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) „Zoo, Tierpark und das IZW wollen künftig eng zusammenarbeiten“, berichtet Dr. Andreas Knieriem; Direktor des Berliner Zoos und Tierparks.

Als „Kick-off“ der Kooperation trafen sich führende Mitarbeiter und Wissenschaftler von Zoo und Tierpark und des IZW am 21. August 2014 zu einem Workshop im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen gemeinsame Forschungsinteressen sowie die Entwicklung von Konzepten zur Einbindung von Wissenschaft als integralen Bestandteil von Tierhaltung und Zucht. Darüber hinaus einigten sich die Teilnehmer darauf, gemeinsam neue Wege im Bereich der Wissensvermittlung an Zoobesucher und die Öffentlichkeit zu gehen. 

Wie kann eine auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauende Entwicklung von Zoo und Tierpark praktisch umgesetzt werden? Wie können die Themen Wissenschaft und Artenschutz interaktiv und anschaulich an die Zoobesucher vermittelt werden?

Wie kann in der Planung von Erhaltungszuchtprogrammen ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt werden, der Fortpflanzungsgesundheit, spezifische Verhaltensweisen und die Entwicklung natürlicher Familien- und Gruppenstrukturen berücksichtigt? Das sind nur einige der Fragen, die konkret diskutiert wurden.

Berlin ist ein „Kompetenzzentrum für Artenvielfalt“ mit einer beeindruckenden Anzahl von Einrichtungen – Tierpark, Zoo Berlin, IZW, Museum für Naturkunde, Botanischer Garten, Botanisches Museum, sowie die im „Berlin-Brandenburg Institut für Biodiversitätsforschung“ (BBIB) versammelten Universitäten und Leibniz-Institute.

„Die Kooperation zwischen Tierpark, Zoo Berlin und dem IZW soll die Verbindung zwischen Wissenschaft und praktischem Artenschutz stärken. Sie soll auch dazu beitragen, dass die Öffentlichkeit und der Senat diese geballte Kompetenz besser wahrnehmen, nutzen und entsprechend fördern können“, kommentiert Prof. Dr. Heribert Hofer, Direktor des IZWs.




Weitere Meldungen

Durch gezielte Wiederansiedlungs-programme konnten Luchse – wie hier in den europäischen Alpen – in ihren ursprünglichen Lebensraum zurückkehren; Bildquelle: Christine Breitenmoser/KORA

Die Zukunft der Luchse in Mitteleuropa

Wissenschaftler*innen von Senckenberg und vom LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik haben mit einem internationalen Team die genetische Vielfalt von Luchsen in Europa untersucht
Weiterlesen

Hyänen am Gemeinschaftsbau eines Clans in Tansania; Bildquelle: Sarah Benhaiem/Leibniz-IZW

Tüpfelhyänen passen ihre Futtersuche an den Klimawandel an

Tüpfelhyänen passen ihre Futtersuche an, wenn in ihrem Revier aufgrund von Klimaveränderungen weniger Beutetiere vorkommen
Weiterlesen

Nachtaufnahme von Paris; Bildquelle: Dennis Kummer, Unsplash

Alle europäischen Fledermausarten reagieren sensibel auf künstliches Licht – mit Varianz zwischen Arten und Habitaten

In einem Aufsatz in der Fachzeitschrift „BioScience“ gibt ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung einen umfassenden Überblick über die Effekte von künstlichem Licht auf europäische Fledermausarten
Weiterlesen

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

Der künstlichen Nashorn-Eizelle ein Stück näher

Um das Aussterben der nördlichen Breitmaulnashörner noch zu verhindern, will das internationale Konsortium BioRescue unter anderem Eizellen der Tiere aus Stammzellen erschaffen.
Weiterlesen

Annamitisches Streifenkaninchen; Bildquelle: Leibniz-IZW & WWF-Viet Nam & Song Thanh National Park

Wildtierkameras liefern Erkenntnisse über die Verbreitung bedrohter Arten im Truong-Son-Gebirge in Vietnam und Laos

Um dem weltweit zunehmenden Aussterben von Arten entgegenzuwirken, sind wirksame Artenschutz-Strategien dringend erforderlich, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Ökologie, die Verbreitung und dem Bestand der Arten beruhen
Weiterlesen

Eizellentnahme beim Nördlichen Breitmaulnashorn im Januar 2022 in Kenia; Bildquelle: BioRescue/Jan Zwilling

BioRescue-Konsortium produziert zwei weitere Embryonen

In zwei Eingriffen und nachfolgenden Prozeduren zwischen Oktober 2021 und Februar 2022 erzeugte das BioRescue-Konsortium zwei neue Embryonen des nördlichen Breitmaulnashorns
Weiterlesen

Markiertes Eber-Spermium; Bildquelle: Pascal Kroh

Fortschritt in der Reproduktionsbiologie: Neue Einsichten zum Bindungsverhalten des Schweinesperma-Proteins ´AWN´

Ein Forschungsteam entdeckte ein bisher unbekanntes Vorkommen des Schweinesperma-Proteins ´AWN
Weiterlesen

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW)

Sequenzierung der Genome von 1,8 Millionen Arten: Neue Phase für das „Earth BioGenome Project“

Die Sequenzierung des Erbguts (Genom) aller Pflanzen, Tiere, Pilze und anderer Lebewesen auf der Erde ist eine wichtige Voraussetzung dafür, die biologische Vielfalt und die Funktionsweise von Ökosystemen besser zu verstehen
Weiterlesen

Bat Detector im Einsatz; Bildquelle: Christof Häberle/Leibniz-IZW

Städte können ein Rückzugsgebiet für Fledermäuse sein

Verstädterung stellt eine erhebliche Bedrohung für Fledermauspopulationen auf der ganzen Welt dar, insbesondere durch künstliches Licht während der Nacht und die Verringerung des Lebensraums und Nahrungsangebots
Weiterlesen