Batnight 2013: Auf der Spur der Fledermäuse

(01.07.2013) Mausohren, Hufeisennasen oder Abendsegler: Fledermäuse haben nicht nur schöne Namen, sondern faszinieren auch mit ihren Flugkünsten. Wer mehr über die bedrohten Tiere der Nacht erfahren will, sollte am 24. und 25. August 2013 die Gelegenheit nutzen und an einer der vielen Exkursionen und Festen des NABU teilnehmen.

Anlass ist die „Batnight 2013“, bei der die Fledermäuse beobachtet werden können. Ausgerüstet mit einem Bat-Detektor geht es los. Dieser macht die Ultraschall-Echoortung der Fledermäuse hörbar, denn diese sind für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar.

Batnight Der Bat-Detektor überbrückt diesen menschlichen Schwachpunkt, indem er die hochfrequenten Rufe der Fledermäuse in hörbare Laute abwandelt. Die Hauptveranstaltung findet am 24. und 25. August in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein statt. Der dortige Kalkberg zählt zu den bedeutendsten Fledermausquartieren in Europa. Über 20.000 Fledermäuse sind dort zu finden.

„Im Spätsommer, etwa ab Ende August, suchen die meisten europäischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz bieten, daher kann man die Tiere an bestimmten Stellen besonders gut beobachten“, sagt Till Hopf, NABU-Experte für Natur- und Artenschutz.

Durch die jährlich stattfindende Europäische Fledermausnacht soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden soll. Vier Arten gelten in Deutschland als stark gefährdet, drei  sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere sind zumindest gefährdet, stehen auf der Vorwarnliste oder es gibt nur ungenügende Daten, um Ihre Gefährdung genau einschätzen zu können.

Hauptursache für die Gefährdung der heimischen Fledermäuse ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen: Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend.

Durch die Sanierung von Gebäuden und andere bauliche Maßnahmen gehen aber auch im Siedlungsbereich viele Quartiere verloren, weil Einflugöffnungen verschlossen und Ritzen, Fugen und Spalten an Fassaden und Dächern beseitigt werden.

Durch eine intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Insektenbekämpfungsmitteln wird gleichzeitig das Nahrungsangebot reduziert.




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