BVL vereinbart Kooperation mit zwei indischen Lebensmittelsicherheitsbehörden

(13.10.2015) Im Rahmen der deutsch-indischen Regierungskonsultationen hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine enge Zusammenarbeit mit zwei indischen Behörden im Bereich der Lebensmittelsicherheit vereinbart.

Am 5. Oktober 2015 unterzeichnete BVL-Präsident Dr. Helmut Tschiersky in Neu-Delhi eine Absichtserklärung mit dem indischen Ministerium für Landwirtschaft und Landwirte (Ministry of Agriculture and Farmers Welfare) sowie eine weitere Absichtserklärung mit der indischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Food Safety and Standards Authority of India – FSSAI).

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Mit Ashish Bahuguna, dem neuen Vorsitzenden der FSSAI, steht dem BVL ein erfahrener Partner zur Seite, welcher bereits als Ko-Vorsitzender der bilateralen Arbeitsgruppe „AGRAR“ eng und erfolgreich mit Deutschland zusammengearbeitet hat.

Als Schwerpunkte sind in der Absichtserklärung zwischen FSSAI und BVL unter anderem die Zusammenarbeit in den Bereichen Labor, Datenmanagement, Lebensmittel-Kontrollpläne und Krisenmanagement definiert. Im Rahmen des Indienbesuchs hat auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine ähnliche Vereinbarung mit der FSSAI abgeschlossen.

Der für Pflanzenschutzfragen zuständige Joint Secretary im indischen Landwirtschaftsministerium, Utpal Kumar Singh, unterzeichnete eine Absichtserklärung mit dem BVL, welche einen Grundstein für die Zusammenarbeit beider Seiten im Bereich der guten landwirtschaftlichen Praxis, speziell auf dem Gebiet der Pflanzenschutzmittelzulassung, legt. Ziel der Vereinbarung ist ein enger gegenseitiger Austausch von wissenschaftlichem und technischem Know-how auf Expertenebene.

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmittelexporten aus Indien und die Festsetzung von Rückstandshöchstwerten durch die EU geben regelmäßig Anlass für Kontroversen mit Indien. Daher streben das BVL und das indische Landwirtschaftsministerium mit dem „Central Insecticides Board“, das in Indien für die Pflanzenschutzmittelzulassung zuständig ist, eine engere Zusammenarbeit an.

Diese soll Fragen der wissenschaftlichen Bewertung von Pflanzenschutzmitteln und Wirkstoffen und deren Zulassung sowie die Festsetzung von Rückstandshöchstgehalten in Lebensmitteln umfassen.

Deutschland ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes Indiens wichtigster Handelspartner innerhalb der EU. Der Schwerpunkt indischer Exporte nach Deutschland liegt neben dem Textilbereich, chemischen Erzeugnissen, der Elektrotechnologie, Metallwaren und Leder auch im Bereich der Landwirtschaft sowie der Fischerei.

Eine Zusammenarbeit mit Indien ist für die Bundesrepublik Deutschland und das BVL aufgrund Indiens wirtschaftlichen Gewichts und angesichts der erheblichen Herausforderungen, vor denen das bevölkerungsreiche Land in den Bereichen Ernährungssicherung und Lebensmittelsicherheit im 21. Jahrhundert steht, von großer Bedeutung.




Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Symposium "Prävention durch Information" widmet sich dem präventiven Verbraucherschutz

Das Informationszeitalter stellt Verbraucher, Wirtschaft und Behörden gleichermaßen vor große Herausforderungen
Weiterlesen

bpt

Weniger statt mehr kritische Antibiotika

Tierärzteverband begrüßt Neuauswertung der Antibiotikaabgabemengen
Weiterlesen

Regionale Zuordnung der Antibiotika-Abgabemengen 2015; Bildquelle: BVL

Menge der abgegebenen Antibiotika in der Tiermedizin halbiert

Korrektur der Daten für das Jahr 2015 aufgrund fehlerhafter Angaben eines pharmazeutischen Unternehmers
Weiterlesen

Antibiotika-Abgabemengen 2015 ; Bildquelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Menge der abgegebenen Antibiotika in der Tiermedizin halbiert

Gleichzeitiger Anstieg der Abgabemengen für Antibiotika mit besonderer Bedeutung für die Therapie beim Menschen
Weiterlesen

CEVA Santé Animale

Anwendung des Tierarzneimittels Velactis nach Todesfällen bei Milchkühen stoppen!

Nach dem europaweiten Auftreten zahlreicher, schwerwiegender Nebenwirkungen bei trächtigen Milchkühen (einschließlich 72 gemeldeter Todesfälle) wurde ein sofortiger Rückruf des Tierarzneimittels veranlasst
Weiterlesen

Resistenzsituation bei klinisch wichtigen  tierpathogenen Bakterien 2012/2013

Resistenzentwicklung bei Erregern von Nutz- und Heimtieren frühzeitig erkennen

Bericht zum GERM-Vet Monitoringprogramm 2012/2013 zeigt unterschiedliche Resistenzniveaus
Weiterlesen

Zoonosen-Monitoring 2014

Ökologisch erzeugte Rohmilch enthält weniger antibiotikaresistente Keime als konventionell hergestellte

Die Ergebnisse der repräsentativen Untersuchungen zum Zoonosen-Monitoring 2014, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlicht hat
Weiterlesen

Magazin

Firmennews

Neuerscheinungen


[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...