Ausstellung: Primatenforschung am Amazonas

(07.11.2022) Im Rahmen der Ausstellung „Im Urwald – Primatenforschung am Amazonas“ zeigt das Deutsche Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung die wechselvolle Geschichte der Primatenforschung am Amazonas.

Sie gibt Einblicke in das manchmal beschwerliche Leben der Forschenden und zeigt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über das geheime Leben unserer südamerikanischen Primatenverwandten.

Die Ausstellung wird am 11. November um 15 Uhr eröffnet und wird bis Ende März 2023 im Deutschen Primatenzentrum, Kellnerweg 4, in Göttingen zu sehen sein. Alle Interessierten sind herzlich zur Eröffnungsveranstaltung und zu weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung eingeladen.

Im Jahr 1985 reist der junge Wissenschaftler Eckhard W. Heymann zu einem Forschungsaufenthalt nach Peru, um die dort heimischen Affen zu untersuchen.


Das Verhalten von Schnurrbarttamarinen wird seit vielen Jahren von DPZ-Wissenschaftler*innen erforscht

An der Feldstation Estación Biológica Quebrada Blanco findet er eine einzige, mit Palmwedeln bedeckte Hütte vor, die für die nächsten zwölf Monate gleichzeitig Schlaf-, Essens- und Arbeitsstätte sein wird. Die Feldstudie verläuft gut, der Start der Freilandforschung am Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung ist gelungen.

Die Station in Peru wurde in den nächsten Jahren weiter ausgebaut, es gibt an der Station heute Solarstrom und fließendes Wasser, und zahlreiche Wissenschaftler*innen und Studierende aus verschiedenen Ländern sammelten dort Daten für ihre Forschungsprojekte.

Am Beispiel des Tieflandregenwaldes am Amazonas ermöglicht die Ausstellung „Im Urwald“ Einblicke in die Freilandforschung mit Primaten.

Sie zeigt den Alltag der Forschenden an der Feldstation in Peru, illustriert ihre Forschungsmethoden und veranschaulicht ihre wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Leben der Primaten.

Teil der Ausstellung ist auch eine Auswahl an Bildern, die künstlerisch aufbereitet manche der rund 40 Primatenarten zeigen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Johann Baptist von Spix bei einer Südamerika-Expedition gesammelt wurden.

Die Ausstellung wird vom 14. November bis 31. März montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet sein.

Es finden mehrere Führungen durch die Ausstellung und weitere Begleitveranstaltungen statt, darunter am 28. November in Kooperation mit dem Jungen Theater Göttingen das Theaterstück „Ein Bericht für eine Akademie“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Die Termine stehen auf der Website www.dpz.eu/urwald. Alle Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung sind kostenfrei.




Weitere Meldungen

Bei von Weibchen dominierten Arten wie Tüpfelhyänen setzen Tiere beiderlei Geschlechts seltener auf Aggression und häufiger auf unterwürfige Signale und Gesten.; Bildquelle: Oliver Höner/Leibniz-IZW

Machtspiele um Dominanz entschlüsselt

Wissenschaftsteam entschlüsselt Verhaltensmuster zwischen Geschlechtern bei 9 Säugetierarten
Weiterlesen

Forschungs- und Haltungsgebäude PriCaB; Bildquelle: Karin Tilch/Deutsches Primatenzentrum GmbH

Primatenhaltung und -forschung unter einem Dach

Neues PriCaB-Gebäude am Deutschen Primatenzentrum verbindet Forschung zu Kognition und Tierwohl
Weiterlesen

Dr. Michael Heide; Bildquelle: Sascha Bubner/Deutsches Primatenzentrum GmbH

Das Gen, dem wir unser großes Gehirn verdanken

Hirnorganoide liefern Einblicke in die Evolution des menschlichen Gehirns
Weiterlesen

Baptiste Sadoughi; Bildquelle: DPZ/Jana Wilken

Darmflora freilebender Assammakaken wird im Alter einzigartiger

Der Prozess ist vermutlich Teil des natürlichen Alterns und nicht auf eine veränderte Lebensweise zurückzuführen
Weiterlesen

Zwei eng befreundete männliche Guineapaviane (Papio papio) bei der gegenseitigen Fellpflege im Niokolo-Koba-Nationalpark in Senegal; Bildquelle: Federica Dal Pesco

Wenn männliche Kumpel weniger wichtig werden als weibliche Paarungspartner

Wissenschaftler*innen des Deutschen Primatenzentrums haben die Investition in Männerfreundschaften und den Zusammenhang mit reproduktivem Erfolg bei männlichen Guineapavianen untersucht
Weiterlesen

Deutsches Primatenzentrum GmbH - Leibniz-Institut für Primatenforschung

Zwei Nachwuchsforscher am Deutschen Primatenzentrum erhalten Förderung durch den Europäischen Forschungsrat

In diesem Jahr waren die Neurowissenschaftler Raymundo Báez-Mendoza und Michael Heide vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung unter den 10 Prozent erfolgreichen Antragsteller*innen
Weiterlesen

Guinea-Paviane; Bildquelle: William O‘Hearn/Deutsches Primatenzentrum GmbH

Männliche und weibliche Guinea-Paviane sind gleichermaßen erfolgreich darin, eine Gruppe anzuführen

Die Sonne geht auf über der senegalesischen Savanne. Die Guinea-Paviane haben die Nacht auf ihren Schlafbäumen verbracht und machen sich gemeinsam auf den Weg zur Futtersuche
Weiterlesen

Dr. Yasemin Gültekin, Wissenschaftlerin in der Abteilung Funktionelle Bildgebung am Deutschen Primatenzentrum; Bildquelle: Karin Tilch/Deutsches Primatenzentrum GmbH

Auch Affen lernen zu kommunizieren

Verhaltensstudie an Weißbüschelaffen liefert neue Erkenntnisse zur Evolution von Sprache
Weiterlesen