130 Wissenschaftler planen gemeinsamen Weg in die Zukunft

(17.11.2010) Zweifellos ein „großes Projekt“ sei die Gründung der Deutschen Agrarforschungsallianz, so der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Dr. Robert Kloos bei seiner Ansprache im Rahmen der DAFA-Auftaktveranstaltung, die am 11. und 12. November 2010 in Berlin stattgefunden hat.

Zwar seien die einzelnen Einrichtungen der Agrar- und Ernährungsforschung meist gut vernetzt, doch der große Verbund fehle noch.

DAFA Vorstand; Bildquelle: DAFA/Katja Seifert
DAFA Vorstand

Dieser könne dazu beitragen, den anstehenden Herausforderungen erfolgreicher zu begegnen. Aber auch als ein „Sprachrohr“, als ein zentraler Ansprechpartner für das In- und Ausland wäre die Forschungsallianz interessant.

Die gut 130 anwesenden Wissenschaftler, deren Profession laut Broschüre der Deutschen Forschungsgemeinschaft „die elementaren Lebensgrundlagen der Menschen“ sind, hatten sich zum Ziel gesetzt, durch einen starken Verbund auf deutscher, europäischer und auch internationaler Ebene sichtbarer zu werden und eine deutlicher vernehmbare Stimme für eine problemlösungsorientierte, erfolgreiche Agrar- und Ernährungsforschung zu bekommen. Ein Anliegen, für das nun die Weichen gestellt sind.

Wesentlich effizienter muss die Forschung darin werden, tragfähige Lösungen für die existenziellen Bedrohungen der Gesellschaft wie Welthunger oder Artenschwund zu entwickeln - darin waren sich die Vertreter der Forschungsinstitutionen einig. Langfristige Strategien um die großen Fragen der Menschheit im Agrar- und Ernährungsbereich anzugehen, sind nicht von einzelnen Wissenschaftlern oder Disziplinen zu leisten, sondern nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu erreichen.

Wesentlich ist jedoch nicht nur die Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg, es geht auch darum, von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Wissenschaft im Hinblick auf die Ziele an einem Strang zu ziehen.

Statt nur den eigenen hochspezialisierten Bereich zu überblicken, gilt es Lücken in der gesamten Problemlösungskette zu erkennen und gemeinsam, von den Universitäten, über die außeruniversitären Einrichtungen von Bund und Länder bis hin zu privatwirtschaftlich finanzierten Instituten zu schließen.

Die Vielfalt der Forschungsstellen im Agrar- und Ernährungsbereich im Land muss durch zielgerichtete Koordination zum Trumpf werden. Aufgaben, die die Deutsche Agrarforschungsallianz in Zukunft schultern will.

Eine wichtige Rolle soll dabei den sogenannten Fachforen zukommen, an denen sich die Wissen-schaft, die Wirtschaft, andere Nutzer der Forschungsergebnisse sowie die Forschungsförderung beteiligen werden. In den Fachforen soll inhaltlich an den Herausforderungen gearbeitet werden, für die eine hohe Expertise von den Agrar-, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften bis hin zur Umweltforschung eingebracht werden kann.

Erste Anregungen dazu ergaben Impulsvorträge, die im Rahmen der Auftaktveranstaltung gehalten wurden. Bis zur offiziellen Gründung der Allianz am 26.1.2011 mit der ersten Mitgliederversammlung werden Anregungen zu Satzung, Strukturen und Inhalten noch auf www.dafa.de erfasst und diskutiert.

Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

DAFA

Deutsche Agrarforschungsallianz diskutiert neue Züchtungstechniken

Neue Züchtungstechniken erlauben seit einigen Jahren sehr viel exaktere Eingriffe in das Genom von Pflanzen und Tieren, als dies mit früher angewendeten gentechnischen Methoden möglich war
Weiterlesen

Schleswig-Holsteins Umwelt- und Fischereiminister Robert Habeck berichtet zum Stand des Nationalen Strategieplans Aquakultur für Deutschland; Bildquelle: Thorsten Michaelis, DAFA

Perspektiven der Aquakultur in Deutschland

Rund 90 Teilnehmer aus Forschung, Verbänden, Forschungsförderung, Ministerien und Politik haben am 6.und 7. März 2014 in Berlin den Strategieentwurf der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) und die Perspektiven der Aquakultur in Deutschland erörtert
Weiterlesen

Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten den Entwurf für eine gemeinsame Forschungsstrategie zur Aquakultur in Deutschland; Bildquelle: Ulrike Hochgesand, Thünen-Institut

Gemeinsame Strategie für die deutsche Fischzucht

Wissenschaft, Wirtschaft und Politik erörtern Perspektiven der Aquakultur während des Fachforums der Deutschen Agrarforschungsallianz
Weiterlesen

Deutsche Agrarforschungsallianz (DAFA)

Neue Forschungsschwerpunkte: Tierhaltung in Deutschland soll nachhaltiger werden

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) setzt neue Schwerpunkte in der Agrarforschung. Im Zentrum stehen Konzepte für eine nachhaltige Nutztierhaltung für Schweine, Rinder und Geflügel
Weiterlesen

Universität Hohenheim

Strategiepapier zu Tierhaltung, die das Tier stärker in den Mittelpunkt stellt

Praktische Optionen und langfristige Visionen: Die Tierhaltung braucht beides, meinen Deutschlands Agrarwissenschaftler auf der Veranstaltung des Fachforums Nutztiere an der Universität Hohenheim - Strategiepapier soll Ende Mai verabschiedet werden
Weiterlesen

DAFA

Fachforum Nutztiere: DAFA diskutiert Strategieentwurf zur Verbesserung der Nutztierhaltung

Auf der Veranstaltung am 13. und 14. März 2012 an der Universität Hohenheim werden Ziel und Gesamtkonzept des Fachforums sowie die wichtigsten Forschungsansätze in den Clustern zur Diskussion gestellt
Weiterlesen

Deutsche Agrarforschungsallianz (DAFA)

Fachforum Nutztiere sucht Strategie für zukünftige Nutztierhaltung

Steigende Bestandsgrößen, hohe Tierleistungen und regionale Konzentrationen – viele Verbraucher in Deutschland bewerten die Entwicklungen der modernen Tierhaltung kritisch und stehen ihr skeptisch gegenüber
Weiterlesen

Aktuelles

Firmennews

Internationales


[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...